Pünktlich zum 10. Geburtstag erhält das Brustzentrum der Klinikum Bayreuth GmbH zum vierten Mal das Qualitätssiegel der Deutschen Krebsgesellschaft und der Deutschen Gesellschaft für Senologie. Damit zählt es in der Brustkrebsbehandlung zu den Top-Adressen. Zukünftig setzt es sich stärker für mehr Lebensqualität trotz Krebstherapie ein.

In Deutschland erkranken jedes Jahr rund 70.000 Frauen an Brustkrebs. Allein in Oberfranken sind bis zu 400 im Jahr betroffen. Die Heilungschancen sind heute bei frühzeitiger Entdeckung und dank moderner Therapieverfahren hoch.

In diesem Monat feiert das Bayreuther Brustzentrum das zehnjährige Bestehen mit einem Symposium. In diesem feierlichen Rahmen erhielt Privatdozent Dr. Nikos Fersis, Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe sowie Leiter des Brustzentrums der Klinikum Bayreuth GmbH, die Urkunde „Zertifiziertes Brustkrebszentrum“ der Deutschen Krebsgesellschaft und der Deutschen Gesellschaft für Senologie. Das Zertifikat ist ein Gütesiegel, das dem Brustzentrum höchste Behandlungsqualität bescheinigt. Das erste Zertifikat bekam das Brustzentrum bereits vor zehn Jahren verliehen. Seither überprüft die Deutsche Krebsgesellschaft regelmäßig die Qualitätskennzahlen des Brustzentrums und empfahl es ununterbrochen. Das Bayreuther Brustzentrum ist inzwischen eine tragende Säule im Onkologischen Zentrum der Klinikum Bayreuth GmbH und gehört damit zu einem der zwölf deutschen onkologischen Spitzenzentren, dem Comprehensive Cancer Center der Europäischen Metropolregion Nürnberg.

Leben und Qualität

Dem aktuellen Trend in der Brustkrebsbehandlung gibt Fersis den Titel „Life and Quality“ (Leben und Qualität). Es geht ihm darum, betroffenen Frauen trotz Krebsbehandlung eine hohe Lebensqualität zu sichern. Denn Fersis weiß, viele Frauen trifft die Diagnose Brustkrebs mitten im Leben. Daher legen er und sein Team viel Wert darauf, die Patientinnen möglichst brusterhaltend zu operieren und jeden einzelnen Schritt in der Therapie dahin gehend zu optimieren, dass der Spagat zwischen effektiver Behandlung und hoher Lebensqualität gelingt. Darüber hinaus stimmen sie die Behandlungen eng mit den Netzwerkpartnern im Brustzentrum ab, um möglichst viele Therapiephasen ambulant durchzuführen und zusätzliche Hilfen oder Beratungen anzubieten. „Brustkrebs ist heilbar, wenn er rechtzeitig erkannt wird“, betont Fersis, „Daher ist es uns wichtig, dass unsere Patientinnen trotz Therapie aktiv am Leben teilnehmen. Das stärkt die Seele und fördert den Heilungsprozess.“ Für brustkrebsbetroffene Frauen arbeiten im Brustzentrum der Klinikum Bayreuth GmbH eine Vielzahl von Experten Hand in Hand. Jedes Jahr entscheiden sich über 100 Patientinnen, die erstmals die Diagnose Brustkrebs erhalten, für eine Behandlung im Brustzentrum der Klinikum Bayreuth GmbH.

Viel Lob beim Fachsymposium

Zum Symposium anlässlich des zehnjährigen Bestehens des Brustzentrums der Klinikum Bayreuth GmbH lud Privatdozent Dr. Nikos Fersis, Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe sowie Leiter des Brustkrebszentrums, Fachexperten wie auch Wegbereiter ein. Dr. Ulrich Megerle, niedergelassener Gynäkologe und Vorsitzender des Ärztlichen Kreisverbands Bayreuth, unterstützte die Gründung eines Qualitätsnetzwerkes für Brustkrebsbetroffene Frauen bereits vor über zehn Jahren und sagt: „Wir, die Bayreuther Frauenärzte, wollten hier für die Frauen mit Brustkrebs etwas Zukunftsfähiges aufbauen und waren froh, dass Herr Professor Tulusan mit der Gründung des Brustzentrums dieser Idee Leben einhauchte.“ Professor Dr. Agustinus Tulusan, ehemaliger Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe sowie Gründer des Brustzentrums der Klinikum Bayreuth GmbH, legte den Grundstein für ein stetig wachsendes Netzwerk in der Region, das für Brustkrebsbetroffene in allen Therapie- und Lebensphasen Hilfe und Ansprache bereithält. In seinem Grußwort, sagte Tulusan, dass es ihm wichtig war eine Plattform zu schaffen, die sich weiterentwickelt. Professor Dr. Klaus Hennking, Ärztlicher Direktor der Klinikum Bayreuth GmbH, gratulierte Fersis und bedankte sich ausdrücklich bei Tulusan.