„Schmerzpatienten behandeln – nichtmedikamentöses und komplementäres Schmerzmanagement“. So lautet der Titel eines Fachbuchs, das der Thieme-Verlag jetzt auf den Markt gebracht hat. Herausgeber ist Stefan Scharnagel, Teamleiter des Akutschmerzdienstes der Klinikum Bayreuth GmbH.

 

Das Buch wendet sich an Pflegekräfte, die Schmerzpatienten betreuen und dabei zusätzlich zu schulmedizinischen Methoden komplementäre Verfahren einsetzen wollen. Der Expertenstandard  Schmerzmanagement in der Pflege des Deutschen Netzwerks für Qualitätsentwicklung in der Pflege (DNQP) sieht vor, dass Pflegkräfte Wissen über Anwendungsmöglichkeiten und Kontrainduktionen zu nichtmedikamentösen ergänzenden Maßnahmen haben. „Das Buch ist als komprimierter Praxisleitfaden für Pflegekräfte gedacht“, sagt Scharnagel. Es ist zudem ein Begleitkompendium für die Weiterbildung. Und: „Wir wollen mit diesem Buch auch Patienten und pflegenden Angehörigen Informationen geben, die sie so vielleicht noch nirgends gefunden haben.“

Neben Scharnagel gehören unter anderem Dr. Christoph Erdmann , Ulrike Grieshammer, Dr. Bernd Linsmeier, Oliver Merker, Anita Haberl und  Dr. Annekathrin Robl von der Klinikum Bayreuth GmbH zu den Mitautoren.

Scharnagel gehört bundesweit zu den Vorreitern des nichtmedikamentösen Schmerzmanagements. Er hat die erste Weiterbildung für Pflegekräfte zu Pflegexperten für nichtmedikamentöses Schmerzmanagement (P.N.M.S.) entwickelt und führt diese seit einem Jahr erfolgreich durch. Neben seiner Tätigkeit als Teamleiter des Akutschmerzdienstes gehört Stefan Scharnagel auch zum Leitungsgremium des neuen Zentrums für Integrative Medizin an der Klinikum Bayreuth GmbH. Aufgabe dieses Zentrums ist es, Symptome bei Patientinnen und Patienten neben den schulmedizinischen Methoden auch durch Natur- und komplementärmedizinische Verfahren zu lindern und ihr Wohlbefinden zu steigern. Die Möglichkeiten sind groß, sie reichen von Akkupunktur bis zur Blutegeltherapie.