„Die Weiterbildung zum Praxisanleiter ist eine der wichtigsten. Sie leisten den Hauptpart in der Ausbildung künftiger Kolleginnen“, begrüßt Angela Dzyck, Pflegedirektorin der Klinikum Bayreuth GmbH, die Absolventinnen und Absolventen bei ihrer Abschlussfeier. Alle 17 Teilnehmer haben den Kurs mit guten und sehr guten Noten beendet und werden künftig einen wesentlichen Teil zur Ausbildung des Pflegenachwuchses beitragen.

Erleichterung und Freude sind ihnen ins Gesicht geschrieben. Auch, weil die Eindrücke noch frisch sind. Erst am Vormittag haben sie den mündlichen Teil ihrer Abschlussprüfung absolviert und teils ihre Noten erst kurz vor der offiziellen Feierstunde erhalten. Jetzt fällt die Anspannung ab und macht Freude und Stolz Platz. 17 Praxisanleiterinnen und Praxisanleiter nehmen ihr Zertifikat entgegen. 14 von ihnen kommen aus dem Klinikum Bayreuth oder der Klinik Hohe Warte, drei von den Kliniken Hochfranken. Kolleginnen, Kollegen und Vorgesetzte sind gekommen, um zu gratulieren und mit ihnen zu feiern. „Euch wurde sehr viel Werkszeug in die Hand gegeben und ich wünsche Euch, dass Ihr das Gelernte gerne weitergebt. Es ist ein Geschenk, mit Schülern zu arbeiten und ich freue mich über Euch als neue Kolleginnen und Kollegen“, sagt Anja Meinunger, Teamleiterin der freigestellten Praxisanleiter der Klinikum Bayreuth GmbH.

Jahrgangsleiter Thomas Simon, Geschäftsführer des Kooperationspartners Perspektive Personalentwicklung aus München, lässt die Inhalte der vergangenen Monate noch einmal Revue passieren. Er betont den hohen Anspruch, den die Weiterbildung an die Teilnehmer gestellt hat, und richtet sich dann an die anwesenden Stationsleitungen und Gäste: „Wenn Sie wüssten, was die alles wissen! Glauben Sie mir, die sind bereit.“

Und bereit müssen sie sein. Unter anderem für die Umstellung der Ausbildung in den Pflegeberufen. Im kommenden Jahr werden die drei Ausbildungsrichtungen Krankenpflege, Kinderkrankenpflege und Altenpflege in einem Berufsbild zusammengefasst. Für die angehenden Pflegekräfte heißt das: In den ersten beiden Jahren werden die Schülerinnen und Schüler alle drei Ausbildungsrichtungen kennenlernen, um sich im dritten Jahr für eine Spezialisierung zu entscheiden.

Mit dieser Umstellung wird verpflichtend, was in der Klinikum Bayreuth GmbH bereits umgesetzt wird. Erstmals gibt das Gesetz vor, dass die praktische Ausbildung in der Pflege zum Teil durch freigestellte Praxisanleiter zu erfolgen hat. Eine Aufwertung, die Pflegedirektorin Angela Dzyck begrüßt. Nachwuchs für die Pflege zu finden werde immer schwerer. Gerade deshalb müsse der Fokus auf einer guten Ausbildung liegen. „Gehen Sie gestärkt und mit geradem Rückgrat auf Ihre Station zurück. Ich freue mich, dass Sie diese Herausforderung annehmen.“