Hochleistungs-Mammografiegerät im Klinikum Bayreuth

Das Klinikum Bayreuth hat mit dem „Mammomat Inspiration“ das derzeit modernste Mammografiegerät in Oberfranken in den Krankenhausbetrieb genommen. Diese patientenfreundliche Hochleistungstechnologie bietet bestmögliche Diagnostikergebnisse.

Das Institut für diagnostische und interventionelle Radiologie der Klinikum Bayreuth GmbH, unter der Leitung von Chefarzt Dr. Christian Hoffmann, hat am Klinikum den von Siemens entwickelten „Mammomat Inspiration" in den Patientenbetrieb aufgenommen. Die Klinikum Bayreuth GmbH hat mit der Investition in die moderne und leistungsfähige Mammografietechnik alle bildgebenden Verfahren der Klinik für Radiologie in das digitale Zeitalter überführt. Alle Diagnostikergebnisse können jetzt zeitnah digital ausgetauscht und optimal archiviert werden. Die Kosten für das neue Mammografiegerät belaufen sich auf 200 Tausend Euro.

Die neue Mammografietechnik im Klinikum bietet für Patientinnen neben einer insgesamt angenehmeren Untersuchungsumgebung einige Vorteile. Mit einer geringen Strahlendosis können deutlich aussagefähigere Bilder erzeugt werden. Mit Hilfe von digitalen oder optischen Vergrößerungen bestimmter Areale können selbst kleinste Kalkablagerungen, die typisch für Brustkrebs sind, von den Radiologen identifiziert werden. Ebenso können der Brustrand, Strukturen in dichtem Gewebe oder Brüsten mit Implantaten optimal abgebildet werden. „Mit den modernen Darstellungsmöglichkeiten können wir sehr präzise Aussagen treffen und damit den Patientinnen ein Höchstmaß an Diagnosesicherheit bieten." so Dr. Hoffmann.

Die neu entwickelte Technik bietet die Möglichkeit, selbst Brüste mit hoher Dichte bei kürzeren Belichtungszeiten und stark reduzierter Dosis zu untersuchen. Mit einem Spektrum angepasster Röntgenstrahlung, die von der Brust weniger stark absorbiert wird, landen mehr Röntgenquanten auf dem Detektor.

Intelligente Steuerungen komprimieren die Brust nur so lange sie noch weich und formbar ist. Sobald die optimale Kompression erreicht ist, stoppt das System. Verbessertes Material der Kompressionsplatten sorgt außerdem dafür, dass während der Untersuchung ein warmes, angenehmes Gefühl entsteht. Um den Frauen bei der sehr intimen Untersuchungssituation ein angenehmes Ambiente zu verschaffen, wurden zusätzlich 35 Tausend Euro in den neuen Untersuchungsraum im Klinikum investiert.

Zudem sieht Dr. Hoffmann die digitale Verarbeitung als besonderen Vorteil. Gerade bei speziellen Untersuchungen oder Behandlungen im Klinikum profitieren die Patienten von den zeitnahen Ergebnissen und der Bildübertragung. Beispielsweise kann noch während der Operation das entfernte Tumorgewebe der Brust mit dem Mammografiegerät untersucht werden, um den Operateuren noch im Operationssaal die Gewissheit zu geben, umfassend das Krebsgewebe entfernt zu haben. Auch Professor Agustinus Tulusan, Chefarzt der Frauenklinik und Leiter des Brustzentrums, unterstreicht die Vorteile für die Patientinnen: „Mit der in ganz Oberfranken leistungsfähigsten digitalen Mammografietechnik können wir nun noch frühzeitiger Brustkrebs erkennen und noch präziser therapieren. Je frühzeitiger wir eine Frau mit Brustkrebs behandeln, umso eher können wir brusterhaltend operieren und desto höher sind die Heilungschancen." Im Brustzentrum der Klinikum Bayreuth GmbH werden jedes Jahr über 600 Patienten behandelt. Bei über der Hälfte wird ein bösartiger Tumor diagnostiziert. Insgesamt werden rund 270 Brustkrebsoperationen durchgeführt, wobei 77 Prozent brusterhaltende Operationen sind.

In Oberfranken erkranken jedes Jahr rund 850 Frauen an Brustkrebs. Diagnoseverfahren wie die Mammografie ermöglichen eine immer frühere Erkennung dieser Erkrankung. In der Klinik für Radiologie der Klinikum Bayreuth GmbH werden jährlich rund 1200 Mammografien durchgeführt.

Mit der Inbetriebnahme eines der modernsten Mammografieanlagen wird die Klinikum Bayreuth GmbH, das einziges Krankenhaus der Maximalversorgung in Oberfranken, ihrem guten Ruf hinsichtlich einer modernen medizintechnischen Ausstattung gerecht.

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