Die Klinikum Bayreuth GmbH hat den Herzkatheter-messplatz II für rund 900 Tausend Euro auf den modernsten Stand der Technik gebracht. Die Patienten profitieren von einer höheren Diagnose-sicherheit bei geringerer Strahlen-belastung.

Im Klinikum Bayreuth wurde jetzt, nach dreimonatiger Bauzeit, einer der drei Herzkatheter-messplätze erneuert. Der Raum für den Herzkatheter-messplatz II wurde für rund 460 Tausend Euro umgebaut und mit einer modernen Lüftungsanlage, nach dem aktuellsten Standards für Interventionsräume, versehen. Die Investitionskosten für die medizintechnischen Anlagen für die Herzkatheteruntersuchungen belaufen sich auf circa 440 Tausend Euro. Professor Dr. Martin Höher, Chefarzt der Klinik für Kardiologie, Pneumologie und Internistische Intensivmedizin, unterstreicht die Vorteile der modernen Herzkathetermesstechnik: „Mit der deutlich besseren Bildqualität können wir noch genauer diagnostizieren und behandeln. Gleichzeitig ist die Röntgenbelastung für die Patienten geringer."

Die moderne Herzkathetermesstechnik ist mit digitalen Flachdetektoren ausgestattet, die die Röntgenstrahlen in hoch auflösende Bilder umwandelt. Damit wird eine präzisere Darstellung der Katheter im Herzen sichergestellt und ein verbesserter Strahlenschutz gewährleistet. Außerdem konnten durch die kleinere Bauweise der bildgebenden Komponenten und neueste ergonomische Gestaltung der Bedienungen die Arbeitsabläufe optimiert werden. Die neue hochwertigere Lüftungsanlage sichert eine noch hygienischere Luftzirkulation im Herzkatheterraum.

Im Herzkatheterlabor werden Patienten mit Herzkranzgefäßerkrankungen, Herzinfarkt oder anderen Herzerkrankungen untersucht und bei Bedarf sofort behandelt. Das Klinikum Bayreuth verfügt über drei Herzkatheterlabore in denen sieben interventionell erfahrene Fachärzte für Kardiologie tätig sind. Der Herzkatheter-Dienst der Bayreuther Kardiologie ist rund um die Uhr verfügbar. Insgesamt werden jedes Jahr rund 4.000 Patienten im Herzkatheterlabor behandelt. Das Leistungsspektrum umfasst alle Arten von modernen Links- und Rechtsherzkatheteruntersuchungen und Koronarinterventionen mit Ballon und Stents bis hin zum perkutanen Herzklappenersatz.

Herzkreislauferkrankungen - Ursache für die meisten Todesfäll

Herzkreislauferkrankungen und der Herzinfarkt sind ursächlich für rund 50 Prozent aller Todesfälle in den Industrieländern. Nordbayern gehört zu den Regionen mit der höchsten Herzinfarktrate und Herzinfarktsterblichkeit in Deutschland. Umso wichtiger ist gerade hier eine frühzeitige Diagnostik und Therapie, damit es erst gar nicht zu einem Infarkt kommt. Die rechtzeitige Behandlung von Verengungen der Herzkranzgefäße ist die effektivste Form einen Herzinfarkt zu verhindern und einer Pumpleistungsschwäche wegen Durchblutungsstörungen am Herzen vorzubeugen. Im Falle eines Herzinfarktes ist ein schneller und gut aufeinander abgestimmter Behandlungsablauf wesentlich, um die Sterblichkeit zu reduzieren. Studien belegen, dass eine schnelle Herzkatheterdiagnostik und Therapie mit Ballon und Stent die optimale Behandlungsmethode darstellt und der Erfolg dieser Verfahren besonders in erfahrenen Zentren hoch ist.