Ab Juli finden im Klinikum Bayreuth regelmäßige Stillvorbereitungskurse statt. Ausgebildete Stillberaterinnen informieren werdende und frischgebackene Eltern über die Ernährung ihres Babys in den ersten Lebensmonaten.

Baby Max schmeckt es! Seine Mama Olga Schengel (im Bild) wird von den Stillberaterinnen Doris Sammet (links) und Elisabeth Oetterer (rechts) professionell am Klinikum beraten.

Das Team des Perinatalzentrums der Klinikum Bayreuth GmbH, das unter der Leitung der Chefärzte Professor Agustinuns Tulusan, Frauenklinik, und Professor Thomas Rupprecht, Kinderklinik, steht, möchte die Geburt und die Tage danach zu einem besonderen Erlebnis gestalten, Tipps und Kniffe im Umgang mit dem Baby vermitteln und den jungen Familie damit einen guten Start ermöglichen. Daher startet ab 14. Juli, zusätzlich zu den bereits etablierten Geburtsvorbereitungs- und Säuglingspflegekursen, die Stillberatung. Jeden zweiten Mittwoch im Monat, jeweils von 18:30 Uhr bis 20 Uhr, laden die geprüften Stillberaterinnen zu einem Informationsabend ins Klinikum Bayreuth, Preuschwitzer Straße 101, Speisesaal der geriatrischen Tagesklinik, Ebene -2, ein.

Im Perinatalzentrum Bayreuth wird großer Wert auf professionelle Stillanleitung gelegt. Qualifizierte Stillberaterinnen stehen an mindestens drei Tagen in der Woche zur Beratung und Hilfe für frischgebackene Mütter auf der Entbindungsstation bereit. Zusätzlich bietet der neue monatliche Informationsabend ein Forum für werdende oder junge Eltern, indem sie mehr über die Ernährung ihres Babys erfahren oder auch Probleme ansprechen können.

Muttermilch - das beste für Mutter und Kind

Die Entscheidung, wie ein Kind ernährt werden soll, treffen viele Eltern lange vor der Entbindung. Ob erfolgreich gestillt werden kann, hängt oft von den richtigen Informationen ab. Fachkundig betreute Mütter stillen länger, erfolgreicher und zufriedener.

Stillen hat viele Vorteile für Mutter und Kind. Bessere Gebärmutterrückbildung, leichtere Gewichtsreduktion, besserer Schutz vor Brustkrebs, eine besonders innige Bindung zum Kind, aber auch Kostenersparnis sind für die Mutter ein Vorteil. Das Baby erhält durch Muttermilch die bestmögliche Nahrung, besonders viele Abwehrkörper, einen besseren Schutz vor Allergien, Diabetes, Übergewicht, Kieferfehlstellungen und vielen anderen Krankheiten. Stillen regt außerdem alle Sinne des Kindes an.

Professionelle Stillberatung auch in der Zukunft

Im vergangenen Jahr haben die Kinderkrankenschwestern Doris Sammet und Elisabeth Oetterer nach zweijähriger Ausbildung die Prüfung zur IBCLC („International Board Certified Lactation Consultant") erfolgreich abgeschlossen. In der Ausbildung werden Kenntnisse in Anatomie, Physiologie, Erkrankungen von Mutter und Kind im Zusammenhang mit dem Sillen, Entwicklung der Kinder, Beikost, Biochemie, Ethik, Kommunikation und vieles mehr vermittelt. In internen Schulungen wird das erlernte Wissen an die Kolleginnen im Klinikum weitergegeben. Der Inhalt der Fortbildung zur Still- und Laktationsberaterin ist international einheitlich. Die Prüfung wird am gleichen Tag in 40 Ländern der Erde in 14 Sprachen mit identischen Fragen abgelegt. Um stets auf dem neuesten Stand zu sein, sind IBCLCs verpflichtet, regelmäßig Fortbildungen zu besuchen und nach fünf Jahren sich erneut zu rezertifizieren.

Im Mai beginnen weitere Schwestern der Wochenstation und Kinderklinik die Ausbildung zur geprüften Stillberaterin. Damit kann das Perinatalzentrum am Klinikum eine umfassende hochprofessionelle Beratung und Betreuung für stillende Mütter in der Zukunft sichern.

Mehr Informationen unter Perinatalzentrum oder telefonisch unter 01522-3865300.