Die Geriatrie der Klinikum Bayreuth GmbH erhält für die jahrelange Unterstützung der Datenerhebung zur Verbesserung von Behandlungsmethoden ein Zertifikat.

Mit dem Zertifikat der Geriatrie-in-Bayern-Datenbank (GiB-DAT) wird die langjährige Unterstützung der geriatrischen Tagesklinik des Klinikums Bayreuth ausgezeichnet. Mit der Datenerhebung der GiB-DAT kann die therapeutische Effizienz einer Behandlung abgebildet werden und dient somit als Instrument der Qualitätssicherung. Seit über acht Jahren übermittelt die Klinik für Geriatrie der Klinikum Bayreuth GmbH Daten mit einem hohen Maß an Vollständigkeit. Mit diesen Daten kann im Vergleich zu anderen bayerischen Kliniken untersucht werden, welchen Fortschritt die Patienten etwa in ihrer Bewegungsfähigkeit oder Selbsthilfefähigkeit machen, unter welchen Krankheiten sie leiden und ob das Ziel der Rückkehr in die eigene Wohnung erreicht werden kann.

Oberarzt Dr. Martin Gabriel, kommissarischer Leiter der Klinik für Geriatrie und der geriatrischen Tagesklinik, nahm die Urkunde entgegen. Mit dieser Anerkennung werden Einrichtungen ausgezeichnet, die sich an dem bayernweiten Qualitätssicherungsinstrument beteiligen und dabei eine sehr hohe Dokumentationsvollständigkeit erreichen.

Die geriatrische Tagesklinik am Klinikum Bayreuth ist nicht nur Projektteilnehmer der ersten Stunde. Ihre Mitarbeiter unter Leitung des ehemaligen Chefarztes Dr. Axel Schramm waren am Aufbau und der Entwicklung der Datenbank maßgeblich beteiligt. Die bislang weit über 2000 Patientendaten der Tagesklinik wurden in anonymisierter Form auch für wissenschaftliche Analysen zur Verfügung gestellt.

Thomas Tümena, Datenbeauftragter des GiB-DAT-Projekts, hob hervor, dass die Urkunde über die bislang achtjährige Teilnahme vor allem ein Verdienst der kontinuierlichen und engagierten Beteiligung der Mitarbeiter sei.

Die europaweit größte Datenbank für die Geriatrische Rehabilitation umfasst mittlerweile über 250.000 Behandlungsfälle aus 65 geriatrischen Einrichtungen in ganz Bayern. Die gesammelten Informationen erlauben nicht nur die Erstellung vergleichender Statistiken, sondern auch die Bearbeitung wichtiger Forschungsfragen. Ihre Beantwortung trägt dazu bei, hochaltrige Patienten besser behandeln zu können. Das Projekt entstand im Jahr 2000 auf Initiative eines Zusammenschlusses geriatrisch tätiger Chefärzte der Ärztlichen Arbeitsgemeinschaft zur Förderung der Geriatrie in Bayern (AFGiB e.V.) und wird vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit unterstützt.

In der Beteiligung an unabhängigen Instrumenten zur Einschätzung von Qualität und Erfolg einer Behandlung sieht die Klinikum Bayreuth GmbH einen wichtigen Baustein bei der zukünftigen Behandlung von hochaltrigen und gebrechlichen Menschen, gerade in Zeiten knapper Kassen.