Die Klinikum Bayreuth GmbH beschäftigt alle Mitarbeiter wieder im Kernunternehmen

Ab 01. Januar wird den cirka 300 Mitarbeitern der Servicegesellschaft ein Arbeitsvertrag der Klinikum Bayreuth GmbH angeboten

Der Aufsichtsrat der Klinikum Bayreuth GmbH unter dem Vorsitz von Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl und Landrat Hermann Hübner hat beschlossen, alle Mitarbeiter die in der Klinikum Bayreuth Servicegesellschaft mbH beschäftigt sind, in die Klinikum Bayreuth GmbH zu übernehmen. Ebenso werden neue Mitarbeiter gleich in der Klinikum Bayreuth GmbH beschäftigt.

„Als Aufsichtsratsvorsitzender ist es mir eine großes Anliegen" so Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl „die positive Entwicklung in unserer Klinikum Bayreuth GmbH mit zu verfolgen und wesentliche Schritte mit zu gestalten. Über die soliden Zukunftsaussichten für unsere Kliniken bin ich sehr erfreut und auch darüber, den Mitarbeitern etwas zurückgeben zu können. Ohne deren Zutun wäre es nicht gelungen, das Schiff in ruhiges Fahrwasser zu lenken. Die wirtschaftliche Situation eröffnet jetzt die Möglichkeit, allen Mitarbeitern der Servicegesellschaft ein Anstellungsverhältnis bei der Klinikum Bayreuth GmbH mit besserer Vergütung als bisher anzubieten. Ich glaube, dass wir mit diesem Schritt ein sehr positives Signal gesetzt haben. Der hierzu in der Sitzung des Aufsichtsrates gefasste Beschluss verdeutlicht dies besonders."

Landrat Hermann Hübner kommentierte außerdem die Entscheidung noch dahingehend, dass mit diesem Schritt auch eine attraktivere Gestaltung der Arbeitsplätze in der durch Wettbewerb geprägten Zukunft möglich sei. Auch die Ausbildungsangebote für werdende Krankenpflege- und Kinderkrankenpflegekräfte sowie medizinisch technische Assistenzberufe in Bayreuth würden noch besser angenommen, wenn die Perspektive nach Abschluss der Ausbildung entsprechend gut sei. Nur so gelänge es dauerhaft, eine Vielzahl an Arbeitsplätzen zu sichern und auch die junge Bevölkerung in der Region zu halten.

Hintergrund

Um auf wirtschaftliche Schwankungen oder in Krisensituationen flexibler reagieren zu können, fiel 2005 die Entscheidung, die Klinikum Bayreuth-Servicegesellschaft mbH ins Leben zu rufen und einen Großteil des neu einzustellenden Personals dort zu beschäftigen. Neben finanziellen waren auch strategische Erwägungen dafür maßgeblich. Die Einführung des Fallpauschalensystems trug ebenso zu einer erheblichen Verunsicherung bei, wie die Ungewissheit über den Erfolg der Zusammenführung von Klinikum und Klinik Hohe Warte. Notwendige Einsparungen konnten über niedrigere Löhne erzielt, starre Personalstrukturen über flexiblere arbeitsvertragliche Gestaltungsmöglichkeiten erreicht werden. So war die Gründung einer Servicegesellschaft für die Betriebsleitung wie auch für die Aufsichtsgremien eine durchaus nachvollziehbare Unternehmensstrategie, um notwendige Spielräume zu schaffen.

Nachdem der Veränderungsprozess, der durch die Zusammenführung der beiden Kliniken entstanden ist, erfolgreich abgeschlossen werden konnte und auch die Einführung des neuen fallbezogenen Entgeltsystems durch systematische Leistungsanpassungen und -erweiterungen nicht zu Einnahmeeinbrüchen führte, stellte sich auch der wirtschaftliche Erfolg für das größte Klinikum Oberfrankens ein. Seit 2007 konnten die Leistungen und Erlöse sukzessive gesteigert werden, so dass sich trotz der sehr schwierigen Lage auf dem Gesundheitsmarkt und der allgemein bekannten Unterfinanzierung der Krankenhäuser ein anerkennenswerter Achtungserfolg einstellte.

„Wir konnten in den vergangenen Jahren dank großer Anstrengungen der gesamten Mitarbeiterschaft eine stetige Umsatzsteigerung erzielen. Auch im laufenden Jahr werden wir diesen Trend aller Voraussicht nach fortsetzen und damit die Basis für eine solide und wirtschaftliche Zukunft schaffen können", so Roland Ranftl, Geschäftsführer der Klinikum Bayreuth GmbH. Extrem wichtig ist aus seiner Sicht bei kommunalen Kliniken die Unterstützung der Aufsichtsratsgremien, vor allem aber der Vorsitzenden. „Einer der Erfolgsgaranten war die überaus konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl und den Landräten Dr. Klaus-Günter Dietel und Hermann Hübner, die uns vor allem in unruhigen Zeiten in jeder Hinsicht unterstützten und die Fahne für ihr Kommunalunternehmen hochhielten. Der Erhalt von ca. 2.000 Arbeitsplätzen ist ihnen zu verdanken."

Unisono sind sich die Geschäftsführung und die Aufsichtsratsvorsitzenden darin einig, dass mit der heutigen Entscheidung ein Meilenstein gelegt und ein positives Signal für die Zukunft des gesamten Unternehmens gesetzt wurde.