Die VR Bank Bayreuth-Hof hat dem Förderverein für den Bunten Kreis Bayreuth einen brandneuen VW Caddy im Wert von gut 21.000 Euro geschenkt. Das Auto rollt jetzt für die Kinder des Geschwistertreffs und für Fahrten im Rahmen der Harl.e.kin-Nachsorge.

Sie arbeiten Hand in Hand, wenn es um das Wohl von Familien geht. Prof. Dr. Thomas Rupprecht, VR-Vorstand Jürgen Dünkel, Firmenkundenberaterin Sabine Riedhammer, Barbara Koch und Franziska Gresik (Bunter Kreis, VR-Vorstand Dr. Markus Schappert, Beate Went und Stephanie Rogler vom Bunten Kreis (von links).

Bei der Übergabe es Fahrzeugs erklärte Dr. Markus Schappert, Vorstand der VR Bank Bayreuth-Hof eG: „Der Bunte Kreises hilft Familien mit kranken Kinder auch in prekären Situationen ein Stück Normalität im Alltag zu bewahren, ermöglicht aber gleichzeitig kleine Auszeiten für die Familienmitglieder. Das setzt voraus, dass die Mitarbeiter mobil sind, um Familien zu besuchen oder Fahrten für sie zu übernehmen. Mit unserer Spende wollen wir diese wichtige Arbeit unterstützen.“ Vorstandskollege Jürgen Dünkel ergänzte: „Als genossenschaftliche Bank gehört die Förderung sozialer Projekte zu unserem Auftrag. Wir setzen unsere Spenden gezielt ein, um gesellschaftliches Engagement auf sozialer, kultureller und sportlicher Ebene in der Region zu fördern und bedanken uns damit natürlich auch bei allen Beteiligten für ihren Einsatz. 

Nach der Klinik fangen die Sorgen erst richtig an

Für Eltern von frühgeborenen oder chronisch kranken Kindern hören die Probleme nach dem Aufenthalt in der Klinik nicht auf. „Es ist deshalb extrem wichtig, dass die Familien sich auch danach in ihrem häuslichen Umfeld nicht alleine gelassen werden“, sagte Prof. Dr. Thomas Rupprecht, Ärztlicher Direktor der Klinikum Bayreuth GmbH und Chefarzt der Klinik für Kinder und Jugendliche. „Dazu braucht es solche konkrete Unterstützungen, wie sie die VR Bank Bayreuth-Hof mit diesem Auto leistet.“

Die Harl.e.kin-Nachsorge ist ein solches Angebot für früh- und risikogeborene Kinder und deren Eltern. Gerade nach einer Früh- oder Risikogeburt und nach der Entlassung  aus der Klinik machen Unsicherheit und Angst vielen Eltern zu schaffen. Die Kinder nehmen diese Angst wahr, sie weinen und schreien viel und schlafen wenig. „Aus Sorge oder aus Verzweiflung bringen Mutter und Vater ihr Kind wieder in die Klinik“, sagte Barbara Koch, Koordinatorin des Bunten Kreises und der Harl.e.kin- Nachsorge.

Erfahrene Helferinnen geben Sicherheit

Das muss nicht immer sein. Eine erfahrene und den Eltern bereits aus der Kinderklinik vertraute Kinderkrankenschwester und eine  hochqualifizierte Mitarbeiterin der Frühförderstelle der Diakonie  fahren als Tandem los, wenn die Eltern dieses Nachsorgeangebot nutzen möchten. Bei Hausbesuchen können sie viele Fragen loswerden. Bei Bedarf und auf Wunsch vernetzen die Expertinnen des Bunten Kreises die jungen Familien mit weiteren niederschwelligen Angeboten, wie etwa Beratungsstellen, Kindergruppen oder Elterntreffs. Kurzum: Sie geben Sicherheit.

Für die Familie ist die Nachsorge kostenfrei. Träger ist der Förderverein für den Bunten Kreis Bayreuth. Für die Harl.e.kin-Nachsorge ist eine Kooperation zwischen Klinikum Bayreuth, Diakonie und der medizinischen Abteilung der Frühförderstelle Bayern geschlossen worden. Eine Förderung erhält der Trägerverein durch das Bayerische Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration.

Geschwister dürfen nicht zu kurz kommen

Bei all dem, was auf diese Familien einprasselt, geraten Geschwister manchmal ins Hintertreffen. „Geschwister fallen manchmal in ein Loch – kommen in diesen schweren Zeiten oft zu kurz “, sagte Barbara Koch. Deshalb hat der Bunte Kreis einen Geschwisterclub ins Leben gerufen. Doch sie müssen dort erst einmal hinkommen. Wie gut, dass der Bunte Kreis auch dafür jetzt ein zusätzliches Auto hat.