Französische Mediziner besuchen die Bayreuther Strahlentherapie, da diese das europäische Referenzzentrum für ein spezielles Bestrahlungsverfahren ist.

Die leitenden Ärzte der Klinik für Strahlentherapie Privatdozent Dr. Ludwig Keilholz und Privatdozent Dr. Jochen Willner empfingen eine französische Delegation. Die Gruppe aus zwei Medizinern, einer Medizinphysikerin und einem Verwaltungsleiter war aus Brest angereist, um sich das Gerät für die Brachy-Therapie mit dem Kobalt-Afterloading-Verfahren genauer erklären zu lassen. Das Klinikum Bayreuth gilt für dieses Gerät zur Nah-Bestrahlung als Referenzzentrum in Europa.

Diese Art der Bestrahlung wird häufig bei Krebserkrankungen in der Gebärmutter oder Speiseröhre angewendet. Dabei wird der Strahler, eine radioaktive Quelle von wenigen Millimeter Durchmesser, direkt an den Tumor gebracht und so das umliegende Gewebe geschont.

Die Klinik für Strahlentherapie der Klinikum Bayreuth GmbH war das erste, von vier Instituten in Deutschland, welches dieses Verfahren anbieten konnte.