Leistungsspektrum

Im Jahr 1986 wurde dem Institut für Pathologie ein Onkologischer Schwerpunkt angegliedert. Dort wurden die Krebsdiagnosen, die im Klinikum Bayreuth erhoben wurden, erfasst.

Ab dem 1.1.2002 wurde der Onkologische Schwerpunkt im Klinikum Bayreuth zum Krebsregister Oberfranken ausgebaut und ist nun für die Krebserfassung für ganz Oberfranken zuständig.

Unsere Aufgaben

Im Krebsregister Oberfranken werden die Daten mit Meldebögen gesammelt, auf Vollständigkeit und Richtigkeit geprüft und Auswertungen zu Therapiequalität und -verläufen durchgeführt, sowie Langzeitergebnisse zur Qualität der meldenden Stellen (Organzentren, Fachabteilungen, niedergelassene Ärzte) festgehalten. Des Weiteren sollen durch die Erfassung aller Krebspatienten Erkrankungshäufigkeiten im Raum Oberfranken erkannt werden.

Erst bei einem Erfassungsgrad von über 90 % aller zu erwartenden Tumorerkrankungen lassen sich die vielfältigen, noch offenen Fragen zur Krebshäufigkeit, Prävention, Früherkennung, Diagnostik, Therapie und Vor- und Nachsorge beantworten.

Fortbildungen für Ärzte und Patienten

Das Krebsregister Oberfranken organisiert in Zusammenarbeit mit dem Onkologischen Arbeitskreis zur Krebsbekämpfung e. V. onkologische Fortbildungsseminare für Ärztinnen und Ärzte, sowie Veranstaltungen für Patientinnen und Patienten. Weitere Informationen können Sie hier anfordern.

Kontakt

 0921 400-3822

Weitere Informationen anfordern:
 krebsregister.oberfrankenklinikum-bayreuth.de

Die Grundlage für die Krebsregistrierung in Bayern bildet das Bayerische Krebsregistergesetz vom 25.07.2000. Regelungen zum Datenschutz sind dabei besonders beachtet. Das Recht des Einzelnen auf Selbstbestimmung bei der Weitergabe persönlicher Daten ist gewährleistet.

Das Bevölkerungsbezogene Krebsregister Bayern besteht aus zwei Einrichtungen:

  1. Einer Vertrauensstelle, die die eingehenden Daten so verschlüsselt, dass Name und genaue Wohnanschrift nicht mehr daraus entnommen werden können,
  2. und einer Registerstelle, die nur diese anonymisierten Daten zur dauerhaften Speicherung und Auswertung erhält, ohne die Identitätsdaten entschlüsseln zu können.

In Bayern gibt es weiterhin keine Meldepflicht für Krebs. Wenn es von Ihnen trotz der Anonymisierung gewünscht wird, haben Sie die Möglichkeit, der Weitergabe Ihrer Krankheitsdaten zu widersprechen. Wenden Sie sich hierzu an das für Ihren Wohnort zuständige klinische Krebsregister.

Der Abgleich personenidentifizierender Daten mit den Daten des Krebsregisters und die Entschlüsselung der erforderlichen Identitätsdaten ist nur in bestimmten Fällen (Gesundheitsschutz und Forschung) mit Genehmigung des Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit, Ernährung und Verbraucherschutz zulässig. Sollten Ihnen diese Daten dann zugeordnet werden können, dürfen sie nur mit der schriftlichen Einwilligung oder im Todesfall mit der Einwilligung Ihres nächsten Angehörigen an Dritte übermittelt werden.

Falls Sie wissen möchten, ob und welche Eintragungen zu Ihrer Person gespeichert sind, können Sie einen Arzt oder Zahnarzt benennen, dem das Krebsregister diese Angaben mit

von links nach rechts Katrin Kletzke, Tanja Maisel, Christa Kirschner und Axel Reif

Krebsregister - Was ist das?

Das Bevölkerungsbezogene Krebsregister Bayern beobachtet das Auftreten und die Trendentwicklung aller Formen von bösartigen Krebserkrankungen, wertet diese Daten statistisch-epidemiologisch aus und stellt Grundlagen für die Gesundheitsplanung und die Forschung bereit. Die Auswertung der Daten über Krebsneuerkrankungen erfolgt bevölkerungsbezogen, das heißt, es richtet sich nach den Wohnorten oder Landkreisen, in denen die Patienten wohnen.

Krebsregister - Warum brauchen wir das?

Bei der Heilung von Krebs wurde bis heute weltweit schon viel erreicht. Dennoch ist es wichtig, noch mehr über die Ursachen und die Entwicklung von Krebs herauszufinden. Nur so können wir diese Krankheit noch besser verhindern, behandeln oder früher erkennen.

In Deutschland gibt es bisher trotz aller Bemühungen noch zu wenig verlässliche Angaben zur Krebsverbreitung. Wir wissen deshalb immer noch nicht, wo in Deutschland welche Krebserkrankung wie häufig auftritt. Durch den Aufbau von bevölkerungsbezogenen Krebsregistern in den Bundesländern soll sich dies ändern. Unterschiede in der Art und der Häufigkeit von Krebserkrankungen zwischen verschiedenen Regionen können wertvolle Hinweise für die Erforschung von Krebsursachen geben. Ebenso kann das Beobachten von zeitlichen Veränderungen bei der Erkrankungshäufigkeit helfen, den Nutzen von Vorsorge- und Früherkennungsmaßnahmen zu bewerten.

Krebsregister - Was habe ich als Krebspatient damit zu tun?

Eines steht fest: Ohne die Mithilfe aller Krebspatienten wird es auch in der Zukunft keine verlässlichen Daten über die Entstehung und Verbreitung von Krebserkrankung in Deutschland geben. Helfen Sie daher mit und lassen Sie bitte Ihre Daten melden. Nur wenn alle Betroffenen mitmachen, können wir aussagefähige Daten über Krebserkrankungen gewinnen!

Krebsregister - Welche Daten werden erfasst und weitergegeben?

Wenn bei Ihnen die Diagnose einer bösartigen Krebserkrankung oder deren Frühform gestellt wurde, sollen dies alle Ärzte melden. Gemeldet werden neben Angaben zu Ihrer Person Daten zur Krebserkrankung (z. B. Zeitpunkt der Erkrankung, Sitz des Tumors, Art und Größe), sowie einige grundlegende Informationen zur Therapie. Die Meldungen werden zunächst von den regionalen klinischen Krebsregistern gesammelt und dann an die Vertrauensstelle des Bevölkerungsbezogenen Krebsregisters weitergeleitet. Dort werden Ihre persönlichen Daten so verschlüsselt, dass kein Bezug mehr zwischen Ihrer Person und der Krankheitsgeschichte besteht. Diesen Vorgang bezeichnet man als Anonymisierung. Die Personendaten werden danach gelöscht. Nur die anonymisierten Informationen kommen zusammen mit den medizinischen Daten zur Registerstelle des Bevölkerungsbezogenen Krebsregisters und werden dort ausgewertet. Personenbezogene Daten werden nicht nach außen weitergegeben.

Sollten Sie Fragen zur Meldung der Daten oder Bedenken zum Datenschutz haben, können Sie sich jederzeit an Ihr klinisches Krebsregister oder an die Vertrauens- bzw. Registerstelle des Bevölkerungsbezogenen Krebsregisters Bayern wenden.

Sie können auch hier einen Meldebogen als PDF herunterladen:

Zusätzliche Hinweise für Ärztinnen und Ärzte

Das Krebsregistergesetz gibt der Ärzteschaft das Recht, alle neuen Krebsfälle in Bayern zu melden, und berücksichtigt gleichzeitig durch strenge Regelungen das Selbstbestimmungsrecht des Patienten an seinen Daten.

Jede Patientin und jeder Patient muss deshalb individuell über die Meldung von Daten an das Register und über das Widerspruchsrecht informiert werden.

Dabei kann dieses Faltblatt (s.u.) übergeben werden oder bei Aushändigung des Nachsorgekalenders auf die darin enthaltene entsprechende Informationsseite verwiesen werden.

Damit die bayerischen Ärztinnen und Ärzte ihrer Informationspflicht nachkommen können, stellt das Krebsregister zur Unterstützung verschiedene Möglichkeiten, wie Faltblätter (s.u.), den Bayerischen Nachsorgekalender oder Plakate (s.u.) sowie den Jahresbericht des Bevölkerungsbezogenen Krebsregisters für das Jahr 2006 (s.u.) kostenfrei zur Verfügung.

Downloadmöglichkeiten: