Die „Rasselexperten“ überreichen Spielsachen an Bayreuther Kinderklinik

Ein ziviles Polizeifahrzeug in der Einfahrt der Notaufnahme der Kinderklinik. Mehrere Männer steigen aus. Groß und breit sind sie. Ihre Augen haben viel gesehen. Doch heute ist in ihren Augen etwas anderes. Eine Freude. Der Grund? Den halten die Männer der Fahndungskontrollgruppe der Autobahnpolizei in ihren Händen. Spielsachen. Vor allem für Säuglinge. O-Bälle, Spielmatten, Rasseln und vieles mehr.

Die Gruppe trägt die bunten Spielsachen gemeinsam in die Kinderstation des Klinikums Bayreuth. Die Freude  in den Augen wird größer – ein leises Lächeln gesellt sich dazu. Sie strahlen eine kindliche Freude aus. Vielleicht Erinnerungen an die eigenen schönen Momente beim Aufwachsen? 
Sie sind gekommen um den Kindern eine Freude zu machen, ihnen helfen, gutes Tun - sich einbringen.

Das Geld für die  Spende, gehe zurück auf ein internes Fest der Dienststelle. Dort sei die Spendenbereitschaft groß gewesen, so der Organisator auf Seiten der Polizei: „Das gesammelte Geld wurde  bis auf den letzten Cent ausgegeben“, sagt er bei der Übergabe. Und: „Es hat viel Spaß gemacht.“ Auch sei es ihm leichtgefallen, alles zu organisieren. Außerdem haben „die Kollegen es noch leichter gemacht. Auch bin ich vierfacher Opa. Es ist mir eine wichtige Sache, die aus dem Herzen kommt.“ Die Blicke seiner Kollegen - bei diesen Sätzen - bestätigen seine Worte.

Prof. Dr. Patrick Morhart , der Direktor der Kinderklinik, sagt bei der Übergabe: „Spielen lenkt ab und ist so eine wertvolle Unterstützung im Klinikalltag und bei der Genesung der Kinder. Die Kosten der Spielsachen würden sonst nicht abgedeckt werden.“

Ilona Golla, die pädagogische Leiterin der Kinderklinik, erklärt dass, auf konkrete Nachfrage der Polizei, eine Spielzeugliste erstellt worden sei . Diese wurde dann an die Fahndungskontrollgruppe geschickt. „Dieses Jahr sind Spielsachen für unsere Kleinsten dabei. Ab sechs Monate bis circa zwei Jahre.“ Sie dankt den zivilen Fahndern ausdrücklich. Auch in ihren Augen: Freude. 

Stephanie Rogler, die Leiterin der Säuglings- und Frühgeborenenstation in der Kinderklinik sagt: „Nicht alle Kinder haben eigene Spielsachen dabei, gerade dann hilft es uns, wenn wir den Kindern etwas anbieten können. Eine größere Auswahl sei für alle „immer hilfreich.“ 

Die Spendenaktion soll nächstes Jahr wieder stattfinden. Dann aber ohne den Organisator bei der Polizei. Den er geht in Rente. Seine Kollegen danken ihm für sein „Herzblut“ und wollen sein Engagement weiterführen. „Wir sind beim Einkaufen zu richtigen Rasselexperten geworden“, sagt der scheidende Polizist und schmunzelt dabei. Spenden sammeln. Spielzeuge kaufen und bei der Kinderklinik vorbeibringen. So den Kindern ein Lächeln schenken. 

Mit diesem Gedanken, verlassen die Männer wieder die Kinderklinik. Steigen in ihr Einsatzfahrzeug und fahren davon.
 

Gruppe von Erwachsenen in einem Kinderkrankenhausraum, die Spielzeugspenden präsentieren; vorne Körbe und Kartons mit bunten Spielen und Babyartikeln; eine Pflegekraft und andere Helfende lächeln, während sie die gespendeten Spielsachen zeigen.

Spendenübergabe: Die Fahndungskontrollgruppe der Autobahnpolizei sammelte, organisierte und überreichte Spielsachen an die Kinderklinik am Klinikum Bayreuth.