Bamberg und Bayreuth bündeln ihre Kompetenz für Lungenkrebserkrankte
Mit dem Lungenkrebszentrum Bamberg-Bayreuth bündeln die Sozialstiftung Bamberg und das Klinikum Bayreuth ihre Kompetenzen, um Lungenkrebspatienten eine moderne Versorgung anzubieten.
Lungenkrebs zählt in Deutschland zu den häufigsten Krebserkrankungen und ist nach Brust- und Darmkrebs die dritthäufigste Krebstodesursache. Jährlich erkranken rund 60.000 Menschen neu an einem Bronchialkarzinom. Da die Erkrankung häufig erst spät Beschwerden verursacht, sind eine frühzeitige Diagnose und eine schnelle, gezielte Behandlung besonders wichtig.
Mit dem seit 2024 bestehenden Lungenkrebszentrum Bamberg-Bayreuth bündeln die Sozialstiftung Bamberg und das Klinikum Bayreuth ihre Kompetenzen, um Lungenkrebspatienten eine moderne Versorgung anzubieten. „Prävention, Diagnostik und Therapie werden für Oberfranken an einem Ort zusammengefasst“, betont Dr. Claus Steppert, Direktor der Klinik für Pneumologie und Stellvertretender Leiter des Lungenkrebszentrums.
„Mit dem Lungenkrebszentrum schaffen wir eine zentrale Anlaufstelle für die Region und stärken die interdisziplinäre Zusammenarbeit zum Wohle unserer Patientinnen und Patienten“, so Dr. Rumo David Leistner, der das neu entstandene Lungenkrebszentrum leitet.Die Kooperation verbindet die Medizinische Klinik IV und die Klinik für Thoraxchirurgie der Sozialstiftung Bamberg mit der Klinik für Pneumologie des Klinikums Bayreuth. Dabei kommen Spezialisten aus Pneumologie, Onkologie, Thoraxchirurgie, Strahlentherapie, Radiologie, Nuklearmedizin, Pathologie und weiteren Fachbereichen zusammen. Ergänzt wird die Behandlung durch ein Netzwerk verschiedener regionaler Kooperationspartner.
Zum Leistungsspektrum gehören moderne Diagnostik, innovative Therapieverfahren und der Zugang zu klinischen Studien. Mit dem neuen Chefarzt der Klinik für Thoraxchirurgie Dr. Aleksandar Yankulow konnte das Behandlungsspektrum um neue, roboterassistierte Verfahren erweitert werden. Menschen mit hohem Risiko können zukünftig Lungenkrebs-Screenings durchführen lassen. Unterstützend werden auch eine psychoonkologische Betreuung, Sozialberatung, Raucherentwöhnungsprogramme und Nachsorge angeboten. Regelmäßige interdisziplinäre und standortübergreifende Tumorkonferenzen gewährleisten, dass jede Behandlung individuell und nach aktuellen medizinischen Leitlinien geplant wird.
„Unser Ziel ist es, Patientinnen und Patienten mit fachlicher Expertise, modernster Medizin und menschlicher Nähe bestmöglich zu begleiten“, betont Dr. Katrin Weih, Koordinatorin des neuen Lungenkrebszentrums. Mit der Eröffnung des neuen Lungenkrebszentrums setzen die Sozialstiftung Bamberg und das Klinikum Bayreuth ein wichtiges Zeichen für moderne Krebsmedizin und eine patientenorientierte, wohnortnahe Versorgung. Die enge Zusammenarbeit der beiden Standorte, der Fachbereiche, moderne Diagnostik- und Therapieverfahren und die umfassende Betreuung sollen dazu beitragen, die Behandlung und Lebensqualität der Betroffenen nachhaltig zu verbessern.
Dr. Claus Steppert, Direktor der Klinik für Pneumologie der Klinikum Bayreuth GmbH und Stellvertretender Leiter des Lungenkrebszentrums, der Chefarzt der Bamberger Klinik für Thoraxchirurgie, Dr. Aleksandar Yankulow, Dr. Rumo David Leistner, der das neu entstandene Lungenkrebszentrum leitet, und Prof. Dr. Georg A. Pistorius, Ärztlicher Direktor des Klinikums Bamberg (von links).
