Willkommen: Die Medizin-Studierenden starten klinische Phase

Sie sind da. Die Klinikum Bayreuth GmbH und die Universität Bayreuth, Stadt und Landkreis Bayreuth haben die ersten Studierenden des Studiengangs Medizin Erlangen/Nürnberg-Bayreuth zum klinischen Teil ihres Studiums in Bayreuth willkommen geheißen. Damit fällt der Startschuss für den Medizincampus Oberfranken. Und damit schließt sich ein weißer Fleck auf der Landkarte des Freistaates Bayern. Erstmals findet Medizinerausbildung jetzt auch im Regierungsbezirk Oberfranken statt.


„Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen.“ So begrüßte Prof. Dr. Hans-Rudolf Raab, Medizinischer Geschäftsführer der Klinikum Bayreuth GmbH, jene 42 von 50 Studierenden, die an den Kennenlerntagen der Klinikum Bayreuth GmbH und der Universität Bayreuth teilnehmen und ab der kommenden Woche in den Studienbetrieb am Standort Bayreuth einsteigen. Das Bayreuther Krankenhaus, so Raab weiter, biete den Studierenden beste Voraussetzungen. An einem Haus mit fast 1100 Betten, zahlreichen Disziplinen und Zentren, sowie mit einem großen ambulanten Versorgungs- und Behandlungsauftrag haben die Studierenden den Worten des Medizinischen Geschäftsführers zufolge, nahezu alle Möglichkeiten, zu sehen und zu erlernen, was sie später in ihrem beruflichen Alltag brauchen. Raab appellierte an die Wissbegierigkeit der Studierenden. In einer Welt, die immer unsicherer werde, sei die wissenschaftliche Wahrheit ein vorläufige Wahrheit. „Neue Erkenntnisse führen uns zu neuen Ufern. Aber mit der wissenschaftlichen Wahrheit haben wir ein Fundament, auf dem wir aufbauen können.“

Ein Leuchtturm
Sich einzubringen, kritisch nachzufragen – dazu rief der Kaufmännische Geschäftsführer der Klinikum Bayreuth GmbH, Alexander Mohr, die Studierenden auf. Der Medizincampus werde die Klinikum Bayreuth GmbH verändern und weiter verbessern. Das Projekt auch in Zukunft erfolgreich zu führen, sei eine Herausforderung, die auch mit Pragmatismus zu bewältigen sei. Dass auf dem Gelände eines kommunalen Krankenhauses ein Lehrgebäude entstanden sei, dass der Freistaat nunmehr mietet, dass Land und Kommune über Verwaltungsgrenzen hinweg kooperieren, spreche für diesen Pragmatismus und den gemeinsamen Willen. „Der Medizincampus Oberfranken hat das Zeug dazu, ein Leuchtturmprojekt über Bayern hinaus zu werden.“

Der Bonus
Dass der Studiengang, der an zwei Standorten stattfindet, ein ganz besonderer ist, dazu trägt die Universität Bayreuth wesentlich bei. „Wir sind der Bonus“, sagte Uni-Präsident Prof. Dr. Stefan Leible bei dem Kennenlern-Treff in der Klinik Hohe Warte. Zehn Profilprofessuren entstehen mit dem Medizincampus an der Universität Bayreuth. Drei im Bereich Public Health, die an der Frage arbeiten werden, wie eine Gesellschaft gestaltet sein sollte, um Gesundheit zu fördern und Krankheit zu vermeiden. Drei weitere im Bereich Digital Health Care, die auf intelligente Assistenzsysteme abzielen, die vorbeugend und/oder unterstützend wirken sollen. Und vier Professuren entstehen für molekulare Biosysteme. „Unser Ziel ist es, Forschung und Lehre mit Themen zu bereichern, die in Zukunft immer wichtiger werden und die andere Standorte nicht anbieten. Und wir schaffen auch ein gutes Umfeld, um Promotionen zu absolvieren.“


Mit dem Medizincampus verbindet Prof. Dr. Dr. med. habil. Dr. phil. Dr. theol. h. c. Eckhard Nagel, Professor für Medizinmanagement und Gesundheitswissenschaften an der Universität Bayreuth, auch die Erwartung, dass dieser einen Beitrag zur Weiterentwicklung eines zentralen gesellschaftlichen Bereichs leistet. „Nur wo gerechte Gesundheitsversorgung stattfindet, findet auch Identifikation mit der Gesellschaft statt.“


Bayreuths Oberbürgermeister Thomas Ebersberger und Landrat Florian Wiedemann luden die Studierenden ein, Stadt und Landkreis zu genießen und gerne auch nach dem Studium zu bleiben.

 

Große Gruppe junger Menschen mit Mund-Nasen-Schutz steht dicht an dicht auf einer Treppe in einem modernen Gebäude und blickt zur Kamera; dahinter weitere Erwachsene auf der Galerie. Gruppenfoto, vermutlich Begrüßung oder Start einer Veranstaltung.

Die Welcome-Days begannen an der Klinik Hohe Warte. Klinikum und Universität Bayreuth folgen.

Großes Gruppenfoto in einem hellen Gebäude: Viele Menschen mit Mund-Nasen-Schutz stehen dicht auf einer Treppe, weitere auf der Galerie darüber. Vorne überwiegend Jugendliche, oben Erwachsene in Anzügen und eine Person im weißen Kittel. Pandemie-Situation.
Gruppe junger Erwachsener in einem Klinikraum hört einer Pflegekraft zu; ein Arzt im weißen Kittel steht daneben. Alle tragen Masken. Im Hintergrund medizinische Geräte. Die Szene wirkt wie eine Führung oder Einweisung; eine Person sitzt im Rollstuhl.
Ein Mann im Anzug spricht an einem Rednerpult mit Mikrofon zu einem kleinen Publikum. Hinter ihm stehen Banner mit der Aufschrift „Medizincampus Oberfranken“ und dem Hinweis auf den Studiengang „Medizin Erlangen/Bayreuth“. Fokus: formelle Ansprache bei einer Hochschulveranstaltung.
Ein Arzt im weißen Kittel führt eine Gruppe junger Erwachsener durch einen hellen Krankenhausflur. Alle tragen medizinische Masken, hören zu und gehen gemeinsam. Die Szene vermittelt Führung und Orientierung in einer Klinik.
Ein Arzt im weißen Kittel erklärt in einem Klinikzimmer einer Gruppe junger Menschen etwas; alle tragen Masken. Daneben steht ein Patientenbett und medizinische Geräte. Wirkt wie eine Führung oder Schulung im Krankenhaus.
Gruppe junger Menschen sitzt unter blühenden Bäumen im Freien, teils auf einer niedrigen Mauer, teils im Kies. Sie unterhalten sich und entspannen bei sonnigem Wetter, wie auf einem Campus oder in einem Park.
Ein Redner spricht am Pult vor Publikum bei einer Veranstaltung des „Medizincampus Oberfranken“. Aufstellbanner zeigen den Titel und den Studiengang „Medizin Erlangen/Bayreuth“. Mikrofon und Rednerpult im Vordergrund; Vortragssituation in heller, schlichter Umgebung.
In einem Labor fährt ein Mann auf einem Ergometer. Er trägt eine Atemmaske und mehrere EKG-Elektroden am Oberkörper; Kabel verbinden ihn mit Messgeräten. Mehrere Anwesende beobachten den Belastungstest.
Gruppe Studierender sitzt in einem großen Hörsaal, in Reihen verteilt, blickt zur Kamera; viele leere Plätze zwischen ihnen.