Klinik für Nuklearmedizin

Die Klinik für Nuklearmedizin ist räumlich sowohl am Klinikum Bayreuth (Hauptabteilung und Therapiestation) als auch am Klinikum Hohe Warte (Nebenabteilung) angesiedelt. Sie bietet das gesamte Spektrum der in dem Fachbereich anfallenden diagnostischen und therapeutischen Leistungen an. Als Querschnittsfach ist die Nuklearmedizin mit vielen medizinischen Fachbereichen eng interdisziplinär verknüpft. In kurzen Filmbeiträgen können Sie die vernetzte Arbeit im Kampf gegen Alzheimerdemenz und Krebs kennenlernen.
Die Klinik versorgt die stationären Patienten des Standortes Klinikum Bayreuth sowie des Standortes Klinikum Hohe Warte, bietet konsiliarisch und im Rahmen von Kooperationen ihre Leistungen aber auch Kliniken und Krankenhäusern der Umgebung an. Im Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) können alle diagnostischen Verfahren von gesetzlich versicherten Patienten auch ambulant in Anspruch genommen werden. Ebenso kann ein Teil der Therapien ambulant erfolgen, sofern dies die Strahlenschutzverordnung zulässt. Privat krankenversicherte ambulante Patienten werden in der Privatambulanz betreut.
Die internen Abläufe für Diagnostik und Therapie sind in einem Qualitätshandbuch festgelegt und orientieren sich an den nationalen sowie internationalen Leitlinien der DGN (Deutsche Gesellschaft für Nuklearmedizin) sowie der EANMMI (European Association of Nuclear Medicine and Molecular Imaging) und der SNMMI (american Society of Nuclear Medicine and Molecular Imaging). Die Patienten werden nach den aktuellsten klinischen und wissenschaftlichen Erkenntnissen untersucht und behandelt.
Ansprechpartner
Ansprechpartner Leitung
Prof. Dr. med. Stefan Förster
Klinikdirektor
Leiter MVZ Nuklearmedizin
Facharzt für Nuklearmedizin
Fachkunde Röntgen- und CT-Diagnostik
Koordinator Schwerpunkt 4 Endokrine Malignome (inkl. Schilddrüse, Nebenniere, Paraganglien, Hypophyse Nebenschilddrüse, Neuroendokrine Tumoren non-GIT)
Team
Station 34
Nuklearmedizin und Dermatologie
Stationsleitung: Manuel Schultheiß
Stellvertretung: Daniel Bloem
Hier finden Sie uns
Postanschrift
Klinik für Nuklearmedizin
Klinikum Bayreuth GmbH
Preuschwitzer Str. 101
95445 Bayreuth
Anmeldung
Nuklearmedizinische Diagnostik und Therapie
0921 400-6702
0921 400-886702
Anmeldung PET-CT
0921 400-6734
petct@~@klinikum-bayreuth.de
0921 400-88 6736
Akutterminanfrage Schilddrüse
Sie können uns gerade telefonisch nicht erreichen und möchten einen Akuttermin zur Untersuchung der Schilddrüse vereinbaren? Dann senden Sie uns über dieses Formular eine Terminanfrage. Wir melden uns dann schnellstmöglich, aber spätestens innerhalb von 24 Stunden bei Ihnen, um einen konkreten Termin für ein Beratungsgespräch zu vereinbaren.
Online-Terminanfrage Akuttermin Schilddrüse
Leistungen
Nuklearmedizinische Diagnostik
Positronen-Emissions-Tomographie (PET) ggf. einschließlich Computertomographie (PET/CT) mit
- FDG (radioaktiv markierter Zucker)
- Diagnostik bösartiger Tumoren
- Diagnostik bei neurologischen und psychiatrischen Fragestellungen
- Vitalitätsdiagnostik des Herzmuskels
- Entzündungsdiagnostik
- FEC (radioaktiv markiertes Cholin)
- Diagnostik des Prostatakarzinoms
- FET (radioaktiv markiertes Tyrosin)
- Diagnostik von Hirntumoren
- Florbetaben/Flutemetamol/Florbetapir (radioaktiv markierte beta-Amyloid-Liganden)
- Diagnostik neurodegenerativer Demenz-/Systemerkrankungen
- PSMA (radioaktiv markierter Ligand des Prostataspezifischen Membran Antigens PSMA) -
- Diagnostik des Prostatakarzinoms
- DOTA-TOC/DOTA-NOC (radioaktiv markierte Somatostatinrezeptorliganden)
- Diagnostik Neuroendokriner Tumore (NET)
Organ- und Funktionsszintigraphien
ggf einschließlich Schnittbilddiagnostik mit SPECT (Single-Photon-Emissions-Computer-Tomographie)
- Skelettszintigraphie
- Myokardszintigraphie
- Spezielle Tumorszintigraphien
- Hirnszintigraphie
- Funktionsdiagnostik der Nieren
- Funktionsdiagnostik der Schilddrüse
- Sentinel Node Diagnostik
- Gastrointestinale Motilitätsdiagnostik (Magen,Ösophagus)
- Lungendiagnostik
- Entzündungsdiagnostik
Nuklearmedizinische Therapien
Bestandteil der Klinik für Nuklearmedizin ist eine Therapiestation mit sechs Betten, auf der gut- und bösartige Schilddrüsenerkrankungen mit Iod-131 und moderne onkologische Radioligandentherapien (RLT) mit Lutetium-177-PSMA beim metastasierten Prostatakrebs und Peptidradiorezeptortherapien (PRRT) mit Lutetium-177-DOTATATE bei metastasierten Neuroendokrinen Tumoren (NET) behandelt werden. Darüber hinaus werden weitere nuklearmedizinische Therapieformen angeboten, wie die Radioimmuntherapie maligner Lymphome, die palliative Behandlung schmerzhafter Knochenmetastasen, die Therapie von schmerzhaften und entzündlichen Gelenkserkrankungen mit Radiosynoviorthese (RSO) und die selektive interne Radiotherapie (SIRT) von primären Lebertumoren oder Lebermetastasen. Ebenso besteht die Möglichkeit einen Teil der Therapien ambulant durchzuführen (RSO, Behandlung von Knochenmetastasen).
Radioligandentherapie
Besondere Angebote
- Ambulante Schilddrüsensprechstunde (MVZ)
- Beratung bei multimodaler zerebraler Bildgebung von neurologischen und neuropsychiatrischen Erkrankungen (Neurodegenerative Erkrankungen wie M. Alzheimer und M. Parkinson)
- Beratung PET/CT Diagnostik
- Beratung vor geplanter SIRT
- Beratung vor geplanter RLT mit Lutetium-177-PSMA beim metastasierten Prostatakrebs
- Beratung vor geplanter PRRT mit Lutetium-177-DOTATATE bei metastasierten NET
Technische Ausrüstung

Zur hochmodernen technisch-apparativen Ausrüstung der Klinik gehören ein high-end PET/CT Kombinationsgerät mit Gesichtsfelderweiterung und integrierten Multislice-Spiral-CT der Fa. Siemens (Siemens Biograph mCT), ein high-end SPECT/CT Kombinationsgerät mit integrierten Multislice-Spiral-CT der Fa. GE Healthcare (GE NM/CT 870 DR), eine Doppelkopf-SPECT-Kamera der Fa. MiE (MiE ECAM), eine Einkopf-Schilddrüsengammakamera der Fa. MiE (MiE Picola), ein Ultraschallgerät mit Doppler- und Elastographie-Zusatz der Fa. GE Healthcare, zwei Sonden- und Bohrlochmessplätze, ein Ganzkörpermessplatz sowie mehrere Messgeräte zur Aktivitätsbestimmung und für Strahlenschutzmessungen. Ein Radiochemie-Heißlabor mit Einrichtungen zur Qualitätskontrolle von Radiopharmaka ergänzt die Ausstattung.
Patienteninformationen
In unserer Klinik werden alle etablierten diagnostischen und therapeutischen nuklearmedizinischen Verfahren angeboten.
Allen Methoden ist gemein, dass mit sehr geringen Substanzmengen sogenannter Radiopharmaka gearbeitet wird. Die Stoffe sind entweder identisch mit natürlicherweise im Organismus vorkommenden Substanzen oder ihnen zumindest sehr ähnlich. Aus diesem Grund kommen toxische Wirkungen der in Diagnostik und Therapie eingesetzten Radiopharmaka praktisch nicht vor. Die Markierung mit radioaktiven Teilchen (Nukliden) führt dazu, dass für diagnostische Zwecke die Verteilung der Stoffe im Körper mit der Gammakamera bzw. SPECT-Kamera oder mit einem kombinierten Positronenemissionstomographen (PET) und Computertomographen (CT), dem sogenannten PET/CT sichtbar gemacht werden kann, oder bei therapeutischer Anwendung eine Strahlendosis im gewünschten Gewebe erzielt wird.
Nuklearmedizinische Therapie
Unser Team verfügt über eine sehr breite und langjährige Erfahrung bei der Therapie gut- und bösartiger Erkrankungen mit offenen radioaktiven Stoffen. In Deutschland schreibt der Gesetzgeber vor, dass einige dieser Therapien aus Gründen des Strahlenschutzes stationär auf einer nuklearmedizinischen Therapiestation durchzuführen sind. Hierzu gehören beispielsweise die Radioiodtherapie (RIT) bei Schilddrüsenerkrankungen, die Radioligandentherapie (RLT) bei metastasierten Prostatakrebs, die Peptidradiorezeptortherapie (PRRT) bei metastasierten Neuroendokrinen Tumoren, die Radioimmuntherapie bei malignen Lymphomen und die SIRT Therapie bei Lebertumoren oder Lebermetastasen.
Nuklearmedizinische Therapiestation

Die Zimmer unserer nuklearmedizinischen Therapiestation (Station 34) befinden sich am Hauptstandort Klinikum Bayreuth auf Ebene 3 und sind hell und freundlich mit Blick ins Grüne ausgestattet. Die Zimmer unterscheiden sich für Patienten nicht erkennbar von den üblichen Patientenzimmern in der Klinik, dennoch wird durch spezielle Maßnahmen den besonderen Auflagen der Strahlenschutzverordnung Rechnung getragen. Das Dreibettzimmer- und das Zweibettzimmer verfügt jeweils über einen eigenen separaten Waschbereich mit WC und Dusche. Das (Wahlleistungs-)Einbettzimmer ist ebenfalls mit einem separaten WC und einer Dusche ausgestattet. Besucher sind auf der Therapiestation nicht zugelassen. Es können jedoch Dinge gebracht oder abgeholt werden.
Fernsehen (inklusive SKY-TV) sowie Telefon am Patientenbett können gegen Gebühr für jeden einzelnen Patienten individuell aktiviert werden. Bekleidung und Gebrauchsgegenstände können bedenkenlos mitgenommen werden und bedürfen nach der Entlassung keiner besonderen Behandlung.
Allgemeines zur Vorbereitung und zum Ablauf von Untersuchungen
Da die nuklearmedizinische Bildgebung einen Einblick in physiologische Prozesse im Körper vermitteln soll, muss bei verschiedenen Untersuchungen eine gezielte Vorbereitung erfolgen. Auch die Dauer der jeweiligen Untersuchung und Wartezeiten zwischen der Gabe eines Radiopharmakons und der Anfertigung der Bilder hängt von Funktionen der Körpergewebe ab und kann sehr unterschiedlich sein.
Ist bei Ihnen beispielsweise eine Tumordiagnostik mit radioaktiv markiertem Zucker am PET/CT geplant, müssen Sie nüchtern erscheinen. Falls Sie Diabetiker sind, sollte zudem der Blutzuckerspiegel bereits in den Tagen vor der Untersuchung möglichst gut eingestellt sein.
Details über häufig durchgeführte Untersuchungen finden Sie auf unserem allgemeinen Informationsblatt. Die Strahlenexposition des Körpers ist bei nuklearmedizinischen Untersuchungen durch den kompetenten, verantwortungsvollen Umgang mit den radioaktiven Stoffen und unter Berücksichtigung der erforderlichen speziellen Strahlenschutzmaßnahmen gering und in der Regel niedriger als beispielsweise bei den in der Röntgendiagnostik angewandten Schnittbildverfahren.
Über die folgenden speziellen Untersuchungsverfahren können Sie sich anhand unseres Patienteninformationsblattes mit Einverständniserklärung informieren:
- PET/CT mit F-18-Glukose (FDG) bei der Diagnostik maligner Tumoren
- PET/CT mit F-18-PSMA- und Ga68-PSMA-Liganden bei der Diagnostik des Prostatakarzinoms
- PET/CT mit Ga68-DOTATOC bei der Diagnostik Neuroendokriner Tumore (NET)
- PET/CT mit F-18-Cholin (FEC) bei der Diagnostik des Nebenschilddrüsenadenoms
- PET/CT mit F-18-Glukose (FDG) und F-18-beta-Amyloidliganden bei der Diagnostik neurodegenerativer Demenzerkrankungen wie der Alzheimer Demenz
Wie wird eine nuklearmedizinische Untersuchung geplant und was ist mitzubringen?
Grundsätzlich sind mitzubringen:
- Krankenversicherungsausweis
- Gesetzlich versicherte, ambulante Patienten benötigen einen Überweisungsschein (Anmeldung im Medizinischen Versorgungszentrum
- Nach Möglichkeit ein Bericht des behandelndes Arztes oder ein schriftlicher Befund über Voruntersuchungen
- Falls vorhanden CT- und MRT-Aufnahmen, Röntgenbilder, Szintigramme. Vorzugsweise auf CD sonst auf Film/Papier.
Bei welchen Erkrankungen ist eine PET/CT Bildgebung sinnvoll?

Etablierte Indikationen in der Onkologie
| Lungenkrebs Bronchialkarzinom | Ausbreitungsdiagnostik vor Therapie (Primärstaging) Therapiekontrolle und Rezidivdiagnostik |
|---|---|
| Solitärer Lungenrundherd (SPN) | Beurteilung der Gut- oder Bösartigkeit, Charakterisierung |
| Darmkrebs Kolorektales Karzinom | Rezidivdiagnostik bei Wiederanstieg des Tumormarkers oder anderweitigem Verdacht (Bildgebung oder klinische Symptome) |
| Speiseröhrenkrebs Oesophaguskarzinom | Staging vor Therapie, Therapiemonitoring, Rezidivdiagnostik |
| Brustkrebs Mamma-Karzinom | Verfahren zur Ausbreitungsdiagnostik und Therapieverlaufskontrolle |
| Lymphdrüsenkrebs Lymphome | Ausbreitungsdiagnostik vor Therapie und im Rezidivfall, Therapiekontrolle, Bestrahlungsplanung |
| Schwarzer Hautkrebs Melanom | Ausbreitungsdiagnostik in fortgeschrittenen Stadien und im Rezidivfall, Operationsplanung |
| Kopf- und Halstumore | Ausbreitungsdiagnostik in fortgeschrittenen Stadien, Therapiekontrolle, Rezidivdiagnostik, Bestrahlungsplanung |
| Schilddrüsen-Karzinom | Ausbreitungsdiagnostik bei Tumormarkeranstieg und negativer Jod-Ganzkörperszintigraphie |
| Tumorsuche bei Metastase unbekannten Ursprungs CUP | Suche nach dem Primär-Tumor und Ausbreitungsdiagnostik, Therapieplanung |
| Eierstockkrebs Ovarialkarzinom | Ausbreitungsdiagnostik im fortgeschrittenen Stadium und Rezidivdiagnostik, Operationsplanung vor HIPEC |
| Neuroendokriner Tumor | Ausbreitungsdiagnostik, Therapieplanung vor Radiopeptidtherapie |
| Prostatakarzinom | Rezidivdiagnostik bei PSA-Anstieg, Bestrahlungsplanung |
Nichtonkologische Indikationen
| Entzündungsdiagnostik | Vaskulitis, unklares Fieber, Verdacht auf Protheseninfektion |
|---|---|
| Herz | Myokardvitalität vor geplanter Revaskularisierungs-OP |
| Gehirn | Demenzdiagnostik, Hirntumordiagnostik, Epilepsiediagnostik |
Arztinformationen
Anmeldung
Für alle nuklearmedizinischen Untersuchungen und Therapien ist eine Terminvereinbarung erforderlich, um für alle Patienten einen möglichst reibungslosen Ablauf zu gewährleisten. Dies ist notwendig, da bestimmte Radiopharmaka nicht immer vorrätig sind und erst bestellt oder vorbereitet werden müssen.
Für stationäre Patienten des Klinikums erfolgt die Anmeldung durch die Station digital via PC oder telefonisch oder per Fax mit Zusendung des Anforderungsbogens Nuklearmedizin.
Ambulante, gesetzlich versicherte Patienten benötigen für die Durchführung von diagnostischen und therapeutischen Leistungen eine Überweisung ihres Hausarztes oder Facharztes. Die Anmeldung erfolgt über das MVZ. Privatpatienten können Termine direkt im Chefarztsekretariat vereinbaren.
Anmeldung PET-CT
0921 400-6734
petct@~@klinikum-bayreuth.de
0921 400-88 6736
Anmeldeformulare für PET/CT-Untersuchungen
Digitale Vernetzung in der Nuklearmedizin
Dabei handelt es sich um ein innovatives Pionierprojekt für eine schnellere und effizientere Patientenversorgung, das dank der zukunftsweisenden Dreier-Kooperation der Klinikum Bayreuth GmbH mit Novartis Deutschland und der myon.clinic GmbH umgesetzt werden kann. Das Ziel: eine vereinfachte Anmeldung, beschleunigte Terminvergabe und engmaschige Begleitung bei PSMA-PET/CT und PSMA-gerichteter Radioligandentherapie (RLT) bei Patienten mit metastasiertem Prostatakarzinom.
Über die Initiative „Vernetzter Patientenweg“
Die Klinik für Nuklearmedizin der Klinikum Bayreuth GmbH nimmt eine deutschlandweite Vorreiterrolle ein: Als erster Standort in ganz Deutschland erprobt und gestaltet das Zentrum im Rahmen eines innovativen Modellprojekts gemeinsam mit Novartis Deutschland und der myon.clinic GmbH die digitale Gesundheitsplattform myoncare.
In der modernen Onkologie gewinnt die Theranostik – die enge Verzahnung von präziser molekularer Diagnostik (z. B. PSMA-PET/CT) und zielgerichteter Therapie (z. B. Radioligandentherapie mit Lutetium-177-PSMA / Pluvicto®) – zunehmend an Bedeutung. Um diese hochkomplexen Abläufe zu optimieren, lange Wartezeiten zu reduzieren und Abstimmungshürden abzubauen, setzt dieses Pilotprojekt auf eine durchgängig digitale Netzwerklösung.
Wie funktioniert myoncare?
Die digitale Plattform und die zugehörige kostenlose myoncare-App verbinden erstmals alle an der Behandlung beteiligten Fachdisziplinen und Schnittstellen auf einer zentralen Ebene:
- Sektorübergreifende Vernetzung: Urologie, Onkologie, Nuklearmedizin, Strahlentherapie, Allgemeinmedizin und Patienten agieren auf einer gemeinsamen digitalen Plattform.
- Automatisierte Steuerung & schneller Austausch: Befunde, Arztbriefe und relevante Unterlagen werden sicher, schnell und strukturiert ausgetauscht.
- Direkte Kommunikation: Eine integrierte Chatfunktion erleichtert die fachübergreifende Abstimmung zwischen den behandelnden Ärzt:innen.
- Transparenz für Patienten: Patienten werden aktiv über ihre App in den Behandlungsprozess eingebunden und behalten jederzeit den Überblick über Termine und Therapieschritte.
Informationen für zuweisende Praxen (Urologie, Onkologie, Allgemeinmedizin)
Vorteile für zuweisende Praxen durch das digitale Versorgungsnetzwerk:
Das Pilotprojekt schafft klare Strukturen im Behandlungspfad und entlastet Praxen sowie Kliniken von zeitaufwendigen manuellen Abstimmungen:
- Schnellere & effizientere Zuweisung: Digitale Anmeldung für PSMA-PET/CT und Radioligandentherapie ohne Papier- und Fax-Barrieren.
- Beschleunigte Versorgung: Reduktion von Wartezeiten auf diagnostische und therapeutische Leistungen durch automatisierte Abläufe.
- Klar strukturierter Datenaustausch: Befunde, Laborwerte und Arztbriefe stehen allen Berechtigten digital zur Verfügung.
- Direkter kollegialer Austausch: Schnelle Klärung von Fragen über die plattformeigene Chatfunktion.
- Kostenfreie Nutzung: Der Zugang steht allen behandelnden Ärzt:innen und Praxen kostenfrei zur Verfügung.
„Die effiziente Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Fachdisziplinen ist entscheidend für eine qualitativ hochwertige Versorgung von Prostatakrebspatienten. Mit dem Aufbau eines digitalen Versorgungsnetzwerks schaffen wir die Grundlage für eine engere Abstimmung mit den Patienten sowie den behandelnden Ärztinnen und Ärzten. Dies führt zu einer noch professionelleren Organisation und damit zu einer noch effektiveren Behandlung.“
— Prof. Dr. med. Stefan Förster, Klinikdirektor Nuklearmedizin, Klinikum Bayreuth GmbH
Informationen für Patienten und Angehörige
Digitale Orientierung und Begleitung im Behandlungspfad
Ein komplexer Behandlungsablauf erfordert Transparenz und Verlässlichkeit. Die myoncare-App hilft Ihnen, sich im Gesundheitssystem zurechtzufinden und entlastet Sie bei der Termin- und Informationskoordination.
- Sichere digitale Anmeldung: Einfache Erfassung für Ihre PSMA-PET/CT-Diagnostik und/oder Radioligandentherapie in unserer Nuklearmedizin.
- Termine & Schritte im Blick: Klare Übersicht über anstehende Untersuchungen, Therapieschritte und den Gesamtverlauf.
- Bessere Einbindung: Sie bleiben kontinuierlich über Ihre Behandlung informiert und stehen in direktem Kontakt mit Ihrem Behandlungsteam.
- Schnellerer Befundaustausch: Ihre behandelnden Fachärzte erhalten Befunde ohne unnötige Zeitverluste.
Hinweis: Die App ersetzt nicht das persönliche Gespräch mit Ihrem Behandlungsteam, sondern unterstützt eine nahtlose Betreuung. Bei individuellen medizinischen Fragen stehen wir Ihnen weiterhin persönlich zur Seite.
So erhalten Sie die App
Die myoncare-App ist für Sie vollkommen kostenlos. Laden Sie die App direkt über die untenstehenden externen Links herunter. Den persönlichen Zugangscode zur Freischaltung erhalten Sie direkt von unserem Praxisteam.
Interesse an der Teilnahme als Praxis oder Patient?
Sind Sie Urologin/Urologe, Onkologin/Onkologie oder Hausärztin/Hausarzt und möchten an diesem innovativen Versorgungsnetzwerk teilnehmen?
Oder sind Sie Patient beziehungsweise Angehörige/Angehöriger und haben Fragen zur digitalen Anmeldung?
Sprechen Sie uns gerne an – wir begleiten Sie bei den nächsten Schritten:
Klinik für Nuklearmedizin | Klinikum Bayreuth GmbH (mit MVZ)
Ansprechpartner: Prof. Dr. med. Stefan Förster, Dr. med. Mario Reis, Sebastian Stolte
nuklearmedizin@~@klinikum-bayreuth.de
Zertifizierungen, Mitgliedschaften und weitere Qualifikationen
Zur Sicherung des hohen Qualitätsniveaus der Klinik tragen u.a. die frühere und aktuelle Mitgliedschaft und aktive Tätigkeit des Chefarztes in folgenden Organisationen bei:
- Deutsche Gesellschaft für Nuklearmedizin (DGN)
- Bayerische Gesellschaft für Nuklearmedizin (BGN), 1. Vorsitzender
- Onkologischer Arbeitskreis Bayreuth e.V., 1. Vorsitzender
- Bayerische Landesärztekammer (BLAEK), Mitglied Prüfungskommission Nuklearmedizin inkl. PET/CT und SPECT/CT der Ärztlichen Stelle, München
- Bayerische Landesärztekammer (BLAEK), Mitglied Prüfungskommission Facharzt- und Fachkunde
- Nuklearmedizin, München
- Europäische European Association of Nuclear Medicine and Molecular Imaging (EANMMI)
- Amerikanische Society of Nuclear Medicine and Molecular Imaging (SNMMI)
- Radiological Society of North America (RSNA)
- Brain Imaging Council (BIC) der amerikanischen Society of Nuclear Medicine and Molecular Imaging (SNMMI)
- Gründungsmitglied und Alumni des Neurobildgebungszentrums der Technischen Universität München (TUM-NIC)
- Autor und Gutachter zahlreicher wissenschaftlicher Artikel in nationalen und internationalen Fachzeitschriften (siehe auch Publikationsverzeichnis)
- Zertifizierter Prüfarzt nach GCP-Richtlinien sowie nuklearmedizinisch-radiologischer Principal Investigator bzw. Coinvestigator zahlreicher randomisierter, klinischer Studien.
Die Nuklearmedizinische Klinik ist Teil des von der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) zertifizierten Onkologischen Zentrums Bayreuth und ist Hauptverantwortlicher für die Standards bei der Diagnostik und Therapie von endokrinen Tumoren (Schilddrüse, nicht-gastrointestinale neuroendokrine Tumore) sowie wichtiger Kooperationspartner des zertifizierten Uroonkologischen Zentrums unter anderem in der Diagnostik und Behandlung von Prostatakarzinomen. Das Onkologische Zentrum Bayreuth ist Mitglied des Comprehensive Cancer Centers (CCC) Erlangen/Bayreuth/Bamberg. In diesem Zusammenhang soll unseren Patienten mit onkologischen Erkrankungen die höchste diagnostische und therapeutische Qualität garantiert werden.
Der Direktor der Klinik für Nuklearmedizin besitzt die volle Weiterbildungsermächtigung für den Fachbereich Nuklearmedizin zur Facharztausbildung (für Nuklearmediziner; 5 Jahre) und zur Fachkundeausbildung (für Nuklearmediziner und Radiologen; 2 Jahre).
Publikationen und Vorträge
Der Direktor der Klinik für Nuklearmedizin, Prof. Dr. med. Stefan Förster, ist Autor und Koautor von mehr als einhundertfünfzig wissenschaftlichen Publikationen in nationalen und internationalen Fachzeitschriften und ist Referent von mehr als dreihundert wissenschaftlichen Vorträgen, Übersichtsvorträgen sowie Postern auf nationalen und internationalen Kongressen.
Eine Auswahl seiner Publikationen finden Sie hier:...
Aktuelle Meldungen
Prostatakrebs: Vielversprechende neue Behandlung in der Nuklearmedizin
Es steckt schon im Wort: Theragnostik verbindet Diagnostik und Therapie. Wie Patienten mit Prostatakrebs von diesem in der Onkologie neuen…
Meilenstein in der Behandlung
Die Klinik für Nuklearmedizin an der Klinikum Bayreuth GmbH setzt jetzt mit Lutetium-177-PSMA-617 (Handelsname Pluvicto®) eine neu zugelassene und als…
Wertvolle Zeit gewinnen dank High-Tech-Diagnostik
Prof. Dr. Stefan Förster, Direktor der Klinik für Nuklearmedizin an der Klinikum Bayreuth GmbH und Leiter des dortigen MVZ setzt mit dem neuen…











