Auszeichnung für Herzchirurg Dr. Maximilian Klumm

Die Deutsche Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie verleiht Herzmedizinischen Förderpreis für besondere Vorhofflimmerforschung nach Bayreuth.

Vorhofflimmern stellt die weltweit häufigste Herzrhythmusstörung dar und ist häufig nach herzchirurgischen Operationen. Für Betroffene können Schlaganfälle oder Herzschwäche mögliche Folgen dieser Erkrankung sein. Trotzdem sind die Veränderungen, welche die Entstehung von Vorhofflimmern begünstigen noch nicht hinreichend verstanden. Durch die Etablierung einer Methode zur Langzeit-Kultur von menschlichem Vorhofmuskelgewebe können diese Veränderungen nun tiefergehend untersucht werden. Für seine wissenschaftliche Publikation und Promotion auf dem Gebiet der experimentellen Untersuchung des Vorhofflimmerns wurde Dr. Maximilian Klumm nun der mit 2.500 Euro dotierte Herzmedizinische Förderpreis 2026 der Deutschen Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie (DGTHG) verliehen.


Dr. Klumm aus der Klinik für Herz-und Gefäßchirurgie am Klinikum Bayreuth (Direktor: Prof. Dr. Christian Heim) untersucht Remodelingvorgänge, welche die Entstehung bzw. Aufrechterhaltung von Vorhofflimmern begünstigen. Durch die neuartige Methode gelang es erstmal, Vorhofmuskelgewebe über mehrere Wochen dauerhaft schlagend in Kultur zu halten. Zudem wurden vielfältige Untersuchungstechniken eingesetzt, neben der Kontraktionskraft wurden elektrophysiologische und strukturelle Parameter sowie die Genexpression untersucht. Zudem wurde Vorhofflimmern in vitro simuliert. Mit der neuen Methode lassen sich neben Untersuchungen im Kontext des Vorhofflimmerns auch Medikamentenwirkungen am menschlichen Herzmuskelgewebe untersuchen.


Maximilian Klumm studierte Humanmedizin an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg sowie an der Universität Zürich (UZH). Seine Promotion zum Thema Langzeit-Kultur von humanem Vorhofmyokard begann er in der Herzchirurgischen Klinik am Universitätsklinikum Erlangen. Seit September 2024 ist er an der Klinikum Bayreuth GmbH sowie in Forschung und Lehre am Medizincampus Oberfranken (MCO) der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen Nürnberg tätig.
 

Zwei Männer in Anzügen mit blauen Konferenzlanyards stehen nebeneinander und lächeln in die Kamera. Hinter ihnen ein heller Messestand mit unscharfem Bildschirm und mehreren Personen im Hintergrund. Fokus auf freundliches Porträt während einer Fachveranstaltung.

Für seine wissenschaftliche Publikation und Promotion auf dem Gebiet der experimentellen Untersuchung des Vorhofflimmerns erhielt Dr. Maximilian Klumm (links) den Herzmedizinischen Förderpreis 2026 der Deutschen Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie (DGTHG). Glückwünsche gab es auch von seinem Chef, Prof. Dr. Christian Heim.