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Herzlich willkommen auf der Website der Plastischen, Rekonstruktiven, Ästhetischen Chirurgie und Handchirurgie am Klinikum Bayreuth.

Die moderne Plastische Chirurgie hat sich zu einem vielfältigen und interdisziplinären Fachbereich entwickelt. Durch den Einsatz moderner Technologien und mikrochirurgischer Techniken ist die Plastische Chirurgie als Kooperationspartner bei der fächerübergreifenden Zusammenarbeit zum Wohle der Patienten nicht mehr wegzudenken.

Wir bieten unseren Patienten das gesamte Spektrum der Plastischen, Rekonstruktiven Mikrochirurgie sowie der Ästhetischen und Handchirurgie an. Alle Operationsverfahren und Spezialtherapien zur Wiederherstellung der Körperoberfläche nach Unfällen und Tumorentfernungen führen wir nach den aktuellsten wissenschaftlichen Erkenntnissen durch und entwickeln sie kontinuierlich weiter.

Die bestmögliche Patientenversorgung liegt uns dabei ganz besonders am Herzen. Daher empfehlen wir die individuell geeignetste Therapie und stimmen sie mit unseren Patienten ab.

Die Website soll Ihnen einen Überblick über unsere klinischen und wissenschaftlichen Aktivitäten geben. Für weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne in einem persönlichen Gespräch in unserer Sprechstunde zur Verfügung.

Privatdozent Dr. med. Jürgen Dolderer

Privatdozent Dr. med. Jürgen Dolderer
Leiter

Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie
Facharzt für Chirurgie, Handchirurgie, FACS
Master of Health Business Administration

0921 400-5303
0921 400-885316

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 Antonia Boelter

Antonia Boelter
Sekretariat

0921 400-5303
0921 400-885316

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Plastische und Handchirurgie

Klinikum Bayreuth

Station 14
 0921 400-1140

Komfortstation 11
 0921 400-1110

Postanschrift

Plastische und Handchirurgie
Klinikum Bayreuth
Preuschwitzer Str. 101
95445 Bayreuth

Sprechstunde

  0921 400-5340 und 0921 400-5303
 0921 400-5309

 plastischechirurgieklinikum-bayreuth.de

Privatsprechstunde Privatdozent Dr. med. Jürgen Dolderer, Leiter

An die Privatsprechstunde können sich Patienten mit plastischen, rekonstruktiven und ästhetischen sowie handchirurgischen Fragestellungen wenden. Ein Termin kann telefonisch vereinbart werden.

Anmeldung Sekretariat:


 0921 400-5303
 0921 400-5309

 plastischechirurgieklinikum-bayreuth.de

 Sebastian Oliver Jachec

Sebastian Oliver Jachec
Oberarzt

Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie

0921 400-5303
0921 400-5309

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Dr. Jakub Jodkowski

Dr. Jakub Jodkowski
Oberarzt

Facharzt für Handchirurgie, Unfallchirurgie und Orthopädie

0921 400-5303
0921 400-5309

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Dr. med. Jaroslava Novotna
Fachärztin für Chirurgie
Tel: 0921 400-5303
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Milene Abrao-Friedrichs
Tel: 0921 400-5303
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Marcel Hoh
Tel: 0921 400-5303
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Unser Team

Plastische, Rekonstruktive, Ästhetische und Handchirurgie

Die Sektion für Plastische, Rekonstruktive, Ästhetische und Handchirurgie beschäftigt sich mit der Korrektur angeborener oder erworbener Form- bzw. Funktionsdefekte des gesamten Körpers. Die Sektion versteht sich hierbei als interdisziplinärer Partner aller anderen medizinischen Fachgebiete und ergänzt diese unter anderem um die besonderen Techniken der Plastisch-Rekonstruktiven Mikrochirurgie.

Mikrochirurgie

Die Mikrochirurgie stellt die gemeinsame Basis der Plastisch-Rekonstruktiven Chirurgie und der Handchirurgie dar und erlaubt unter Verwendung von Mikroskop, optischen Lupensystemen, spezieller Mikroinstrumentarien und feinsten Nahtmaterialien die Wiederherstellung selbst kleinster Nerven und Gefäße mit einem Durchmesser von unter einem Millimeter. Erst dadurch wird die Replantation z.B. von abgetrennten Fingern überhaupt möglich. Auch Gewebe (Haut, Fett, Faszie, Muskulatur und Knochen) kann auf diese Weise von einer Körperregion an eine nahezu beliebige Stelle, an der dieses Gewebe benötigt wird, transplantiert werden. Somit werden Wiederherstellungen komplexer Defekte mit fehlendem Gewebe möglich, z.B. können so häufig Arme und Beine erhalten werden, die ansonsten amputiert werden müssten.

Brustrekonstruktion

Als fester Bestandteil des Brustzentrums Bayreuth bieten wir das komplette Spektrum der Rekonstruktiven Chirurgie an der weiblichen, aber auch der männlichen Brust an. Einer unserer Schwerpunkte liegt in der freien Transplantation von Fettgewebe des Bauches (DIEP und TRAM) oder vom Gesäß (SGAP, IGAP, FCI und TMG) mit mikrochirurgischem Anschluss zur Wiederherstellung der weiblichen Brust nach Amputation.

Verbrennungschirurgie

Durch Verbrennungen bzw. Verbrühungen entstehen schnell große Hautdefekte, die besondere Techniken im Umgang erfordern. Wir bieten die Therapie aller akuten Verbrennungen und deren Folgen an; bei Schwerstbrandverletzten ist allerdings nur eine Erstversorgung möglich, da die gestörte Thermoregulation der Haut besondere gebäudetechnische Voraussetzungen erfordert, die nur in speziellen Verbrennungszentren gegeben sind.
In diesen Fällen ist unser nächster Kooperationspartner das Zentrum für Schwerstbrandverletzte am Klinikum Nürnberg.

Tumorchirurgie

Die Plastische Chirurgie bietet sich als Partner aller ebenfalls in der Onkologie und Onkochirurgie tätigen Fachgebiete für die mikrochirurgische Tumoresektion, incl. Sentinel Lymphknoten, Axilladissektion und Neck Dissektion sowie für die anschließende mikrochirurgische Rekonstruktion inklusive freiem Gewebetransfer am ganzen Körper und der Rekonstruktion von Lymphgefäßen an. (Hauttumore, Weichteiltumore, Knochentumore)

Modernes Wundmanagement

Nicht zuletzt aufgrund des demografischen Wandels nehmen chronische Wunden in Ihrer Häufigkeit zu. In der Behandlung sind mehrere Fachdisziplinen, aber auch Wundmanager aus dem Pflegedienst involviert.
Die Plastische Chirurgie steht in diesem Netzwerk aus Allgemeinmedizin, Diabetologie, Orthopädie, Gefäßchirurgie, Dermatologie, Pharmazie und Pflegedienst an letzter Stelle und bietet schließlich effektive Möglichkeiten zum effektiven und ggf. auch dauerhaften Wundverschluss an.

Thoraxdefekte/Sternumernumdefekte/Sternumosteomyelitis

In Zusammenarbeit mit dem Fachgebiet der Herzchirurgie und der Thoraxchirurgie bieten wir die Versorgung und Rekonstruktion selbst größter thorakaler Defekte an.

Postbariatrische Chirurgie / Behandlung der Adipositas

Um Enttäuschungen gleich vorweg zu nehmen, die Plastische Chirurgie ist kein effektives Mittel um Gewicht zu reduzieren, schon gar nicht dauerhaft! Bitte nehmen Sie hierzu Kontakt mit einem Diätassistenten, einem Ernährungsmediziner, Ihrer Adipositasselbsthilfegruppe oder Ihrem in der bariatrischen Chirurgie tätigen Viszeralchirurgen auf.
Nach dem schweren und langwierigen Weg der Gewichtsreduktion auf annähernd normale Wert (BMI von ca. 25) und einer anschließenden Phase mit stabilem Gewicht bietet die Plastische Chirurgie effektive Techniken zum Remodelling/Wiederherstellung einer annehmbaren Körperkontur an Bauch, Gesäß, Scham, Oberschenkel, Oberarme und Brust an. Die Kosten werden bei medizinischer Indikation durch die Krankenkasse übernommen. Wir würden uns freuen, Sie am Ende dieses Prozesses entsprechend unterstützen zu dürfen.

Periphere Nervenchirurgie

Die Plastische Chirurgie bietet die mikrochirurgische Versorgung insbesondere komplizierter Nervenkompressionssyndrome an, die über das „einfache" Karpaltunnel- und Sulcus ulnaris Syndrom hinausgehen und langstreckige Neurolysen erfordern, bespielsweise Supinatorsyndrom, Pronator teres Syndrom, Nervus interosseus anterior Syndrom, Tarsaltunnelsyndrom, Wartenberg Syndrom.
Die mikrochirurgische Rekonstruktion von Nerven auch länger zurückliegender Verletzungen ist mittels Nerventransplantation oder auch mittels Nerventransfer oder Neurotube möglich.
Falls die Nervenrekonstruktion unmöglich oder nicht ausreichend sein sollte, bieten wir mittels motorischer Ersatzplastik die Wiederherstellung wichtiger motorischer Funktionen an, z.B. bei Fußheberparese, Fallhand, Krallenhand oder Schwurhand oder auch bei Gesichstlähmungen.

Knochentransplantation

Die Plastische Chirurgie ermöglicht die freie Transplantation von durchblutetem Knochen, auch größerer Knochenanteile z.B. von Beckenkamm, Oberschenkelknochen, Wadenbein und Speiche zur Rekonstruktion von zerstörtem, entferntem oder missgebildeten Knochen und ist damit eine Alternative zu anderen Verfahren der Knochenrekonstruktion z.B. dem Segmenttransport oder der Spongiosaplastik.

Spezielle Handchirurgie

Wir bieten in Bayreuth alle Möglichkeiten der Handchirurgie an. Das klinische Spektrum umfasst die Versorgung schwerster Verletzungen der Hand einschließlich Replantation von abgetrennten Gliedmaßen mit mikrochirurgischem Anschluss oder die Behandlung entzündlich-degenerativer Erkrankungen der Hand.

Osteosynthesen

Für die Wiederherstellung der Knochenkontinuität stehen uns winkelstabile Miniplattensysteme, Mikroschrauben, Mini und Mididoppelgewindeschrauben, Kirschnerdähte sowie statische und dynamische Fixateur extern Systeme zur Verfügung. Die Ruhigstellung erfolgt dabei so minimalistisch wie möglich um Bewegungseinschränkungen weitestgehend entgegen zu wirken. Für die Anpassung von individuellen Fingerschienen verwenden wir Turbocast.

Handgelenksarthroskopie

Die Handgelenksarthroskopie ist eine unbedingte Voraussetzung für die moderne Karpuschirurgie. Kleinste Optiken bieten uns die Möglichkeit die Gelenkflächen von Handgelenk und Handwurzel einzeln unter Sicht zu untersuchen. Mit kleinen Instrumenten sind wir in der Lage geschädigte Knorpelanteile sofort zu entfernen oder entsprechend zu refixieren.

Karpuschirurgie

Wir behandeln alle Störungen der Handwurzel insbesondere Frakturen, Pseudoarthrosen z.B. die Kahnbeinpseudoarthrose, Handgefügestörungen, Arthrosen, Arthritiden und bieten dafür spezielle Verfahren an: z.B. Arthroskopie, vaskularisierte Knochentransplantation vom Radius oder Femurkondylus, Four Corner Fusion, mediokarpale Teilarthrodese, Proximal Row Carpektomie oder auch die Panarthrodese.

Morbus Dupuytren

Wir bieten die gängigen Verfahren in der Behandlung des Morbus Dupuytren an:

  • Kollagenasetherapie
  • Perkutane Nadelfasziotomie
  • Operative Fasziektomie

Die Strahlentherapie bei Morbus Dupuytren wird durch Prof. Dr. med. Ludwig Keilholz in unserer Klinik für Strahlentherapie angeboten.

Sehnenchirurgie

Die primäre Sehnenwiederherstellung nach Verletzung ist häufig, besondere Anforderungen werden dabei an die Nachbehandlung gestellt. Entsprechende Schienenanpassungen werden von uns am ersten postoperativen Tag vorgenommen. Noch aufwendiger ist die sekundäre Rekonstruktion durch Sehnenumlagerung oder auch die mehrzeitige Sehnenrekonstruktion mit Wiederherstellung des Gleitlagers und Sehnentransplantation.

Chirurgie der Anogenitalregion

In Ergänzung der Gebiete der Gynäkologie und Urologie bietet die Plastische Chirurgie komplexe Rekonstruktionen des männlichen und weiblichen Genitals an. Auch die mikrochirurgische Penisreplantation ist prinzipiell möglich. In Zusammenarbeit mit dem Fachgebiet der Viszeralchirurgie bieten wir die Weichteilrekonstruktion nach Rektumamputation an.

Ästhetische Chirurgie

Die Ästhetische Chirurgie ist ein kleiner Teilbereich der Plastischen Chirurgie. Im Unterschied zur Rekonstruktiven Chirurgie besteht hier keine medizinische Notwendigkeit, sondern der Wunsch auf eine Optimierung des äußeren Erscheinungsbildes. Die Grenzen sind hierbei fließend, so dass im Zweifel die Entscheidung über eine Kostenübernahme der Behandlung nach Begutachtung durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen getroffen wird.

Zwei Wochen lang half Privatdozent Dr. Jürgen Dolderer, Leiter der Sektion Hand- und plastische Chirurgie der Klinikum Bayreuth GmbH, ehrenamtlich Patienten in Tansania. Was er dort bewirkt hat und warum er sich engagiert? Das erfahren Sie in den folgenden Berichten, die auf der facebook-Seite der Klinikum Bayreuth GmbH veröffentlicht wurden, in einer Art Tagebuch. Dort finden Sie auch viele interessante Bilder des Einsatzes.

13. Juli 2018
Privatdozent Dr. Jürgen Dolderer startet heute. Er unterstützt eine Hilfsaktion der Initiative Interplast in Tansania. Warum er das macht? Warum geht er nach Afrika und operiert dort ehrenamtlich Patienten? „Weil ich ein Stück von dem Vielen, was das Leben mir gibt, zurückgeben möchte“, sagt Privatdozent Dr. Jürgen Dolderer. Der Leiter der Sektion Hand- und plastische Chirurgie an der Klinikum Bayreuth GmbH macht sich auf den Weg nach Tansania. In den kommenden zwei Wochen arbeitet er dort für die Hilfsorganisation Interplast Germany.

Die Mitglieder von Interplast führen unentgeltlich plastisch-chirurgische Operationen in Entwicklungsländern durch.Patienten ein neues Leben ermöglichenZwischen 120 und 140 Euro braucht es, um einem Menschen in Afrika ein neues Leben zu geben. Das sind die reinen Materialkosten für eine plastische Operation, wie sie Dolderer in den nächsten Tagen immer wieder durchführen wird. Mehr nicht, denn er und die elf anderen OP-Pflegekräfte, Anästhesisten und plastische Chirurgen, die sich jetzt auf die Reise in die tansanischen Hafenstadt Tanga machen, arbeiten unentgeltlich.

Es ist Dolderers zehnter ehrenamtlicher Einsatz für Interplast in Entwicklungsländern, mehrmals schon unterstützte er die Arbeit als stellvertretender Leiter der Interplast-Sektion Baden-Baden-Rastatt in Afrika. Er sagt: „Ich bin sehr gerne in Afrika.“ Er sagt aber auch: „Wer von der Norm abweicht, wer äußerlich durch Tumore, angeborenen Fehlbildungen und Verbrennungsfolgen sehr entstellt ist, wer nicht funktioniert, hat in Afrika einen sehr geringen Stellenwert und fast keine soziale Chance.“ Für Patienten sind Operationen der Interplast-Teams kostenlos. Wert sind sie so viel wie ein neues Leben.

Unterwegs nur mit Handgepäck
Wenn Jürgen Dolderer am heutigen Freitag ins Flugzeug steigt, hat er nur Handgepäck dabei. Operationsmaterial, das die beiden Teams mit nach Tanga nehmen, ist wichtiger. 380 Kilogramm – genug für etwa 120 Operationen im Bombo Regional Hospital in Tanga. Fast zehnmal so viele Patienten werden sich vorstellen. Mit schweren Verbrennung, die sie akut erlitten haben oder unter deren Folgen sie schon seit langem leiden. Patienten mit chronischen Wunden, Tumoren oder Kontraktionen, die Bewegungseinschränkungen zur Folge haben. Und auch Patienten mit Lippen-, Kiefer oder Gaumenspalten. Allen können die zwölf Helfer, die die aktuelle Interplast-Mission durchführen, in der begrenzten Zeit nicht helfen. Sie werden auswählen müssen. Bei der Auswahl wird besonders darauf geachtet, dass solche Patienten operiert werden, die sich eine Behandlung sonst nicht leisten könnten. Und die Teams um Dolderer werden mit den Bedingungen klar kommen müssen, die sie in dem Krankenhaus in Tanga vorfinden. Bis zu zehn Operationen am Tag stehen für den Bayreuther Mediziner auf dem Programm.

INFO
Die Arbeit von Interplast Germany basiert auf freiwilligem unentgeltlichem Engagement der Mitglieder. Die entstehenden Kosten werden durch Spenden sowie den Jahresbeitrag der Mitglieder finanziert. Die Mitglieder führen unentgeltlich plastisch-chirurgische Operationen in Entwicklungsländern durch. Die behandelten Patienten leiden unter Gesichtsfehlbildungen, Lippen-, Kiefer-, Gaumenspalten, Handfehlbildungen, schweren Verbrennungsnarben, Tumoren der Haut und des Kopfes, Defekten durch Unfälle oder Kriegsfolgen und sonstigen Erkrankungen, die in das Fachgebiet der Plastischen Chirurgie fallen. Ziel ist es, die Patienten in die Lage zu versetzen, ein sozial integrierter Teil ihrer Gesellschaft zu werden. Denn leider werden angeborene Fehlbildungen oder Erkrankungen häufig als Strafe für Fehlverhalten durch göttliche Mächte verstanden und die Betroffenen sozial nicht akzeptiert. Unbehandelte Verbrennungsnarben können zu Entstellungen oder erheblichen Funktionseinbußen besonders der Arme und Beine führen. Die betroffenen Patienten sind dann oft nicht in der Lage für Ihre Lieben oder sich selbst zu sorgen.

17. Juli 2018
Was für eine Strapaze. Aber jetzt sind sie da. Die Hilfsaktion der Organisation Interplast kann beginnen. 36 Stunden war Privatdozent Dr. Jürgen Dolderer, Leiter der Sektion Hand- und Plastische Chirurgie der Klinikum Bayreuth GmbH und stellvertretender Leiter der Interplast-Sektion Baden-Baden-Rastatt, mit seinem elfköpfigen Team unterwegs.

Abflug in Frankfurt - Landung mitten in der Nacht in Daressalam, der größten Stadt Tansanias. Das Team sorgt noch in derselben Nacht dafür, dass das 380 Kilo Operationsmaterial auf Pick Ups verladen wird. Und weiter geht es. Denn im Bombo Regional Hospital in Tanga werden die Chirurgen, Anästhesisten und OP-Pflegekräfte bereits erwartet. An Schlaf ist nicht zu denken, innerhalb weniger Stunden ist der Operationssaal bestückt und einsatzbereit. In dieser und der nächsten Woche wird das Experten-Team mehr als 120 Patienten kostenlos operieren.

Die Mitglieder der Hilfsorganisation Interplast führen unentgeltlich plastisch-chirurgische Operationen in Entwicklungsländern durch. Die behandelten Patienten leiden unter Gesichtsfehlbildungen, Lippen-, Kiefer-, Gaumenspalten, Handfehlbildungen, schweren Verbrennungsnarben, Tumoren der Haut und des Kopfes, Defekten durch Unfälle oder Kriegsfolgen und sonstigen Erkrankungen, die in das Fachgebiet der Plastischen Chirurgie fallen. Ziel ist es, die Patienten in die Lage zu versetzen, ein sozial integrierter Teil ihrer Gesellschaft zu werden.

20. Juli 2018
Einsatz in Afrika. Der Patient hat nach schweren Verbrennungen starke Kontraktionen am Arm. Er ist ins Bombo Regional Hospital in der tansanischen Hafenstadt Tanga gekommen. Weil er davon gehört hat, dass ein zwölfköpfiges Experten-Team der Hilfsorganisation Interplast vor Ort ist. Einer aus dem Team ist Privatdozent Dr. Jürgen Dolderer, Leiter der Sektion Hand- und plastische Chirurgie der Klinikum Bayreuth GmbH. „Der Patient wird operiert“, sagt Dr. Dolderer „Wir können ihm helfen.“ Mehr als 500 Menschen haben sich bei dem Hilfsteam vorgestellt. Und etwa 120 von ihnen können die Experten bis Ende nächster Woche operieren. Mehr geht in dieser Zeit leider nicht.

Ehrenamtlich und in ihrer Freizeit sind noch bis Ende nächster Woche zwölf Chirurgen, Anästhesisten und OP-Pflegekräfte aus Deutschland im Auftrag von Interplast am Krankenhaus in Tanga tätig. Sie behandeln Patienten mit Gesichtsfehlbildungen, Lippen-, Kiefer-, Gaumenspalten, Handfehlbildungen, schweren Verbrennungsnarben, Tumoren der Haut und des Kopfes, Defekten durch Unfälle oder Kriegsfolgen und sonstigen Erkrankungen, die in das Fachgebiet der Plastischen Chirurgie fallen. Ziel ist es, die Patienten in die Lage zu versetzen, ein sozial integrierter Teil ihrer Gesellschaft zu werden. Denn leider werden angeborene Fehlbildungen oder Erkrankungen häufig als Strafe für Fehlverhalten durch göttliche Mächte verstanden und die Betroffenen sozial nicht akzeptiert. Unbehandelte Verbrennungsnarben können zu Entstellungen oder erheblichen Funktionseinbußen besonders der Arme und Beine führen.

Warum er das macht? Warum geht Dr. Dolderer nach Afrika und operiert dort ehrenamtlich Patienten? „Weil ich ein Stück von dem Vielen, was das Leben mir gibt, zurückgeben möchte.“

25. Juli 2018
Nur noch wenige Tage, dann endet der Hilfseinsatz von Privatdozent Dr. Jürgen Dolderer, Leiter der Sektion der Hand- und plastischen Chirurgie der Klinikum Bayreuth GmbH, und seinem Team in Tansania. "Wir haben mit den Verantwortlichen des Mbombo Hospitals in Tanga eine kontinuierliche Versorgung von plastischen- und handchirurgischen Patienten mit der Interplast-Sektion Baden Baden/Rastatt und eine kontinuierliche Ausbildung einheimischer Ärzte auch in Vorträgen und über Telemedizin vereinbart", sagt Dr. Dolderer. "Das war mir ein ganz wichtiges Anliegen." Der Bayreuther Chirurg hat mit seinem Team in den vergangenen Tagen etwa 120 Patienten kostenlos operiert und behandelt. Darunter auch viele Kinder.

27. Juli 2018
"Die Not ist groß, der Bedarf ist riesig", sagt Privatdozent Dr. Jürgen Dolderer. Selbst bei einer Einladung von Mitarbeitern des Mbombo Hospitals in der tansanischen Stadt Tanga wandten sich Menschen hilfesuchend an den Leiter der Hand- und plastischen Chirurgie der Klinikum Bayreuth GmbH. Dr. Dolderer war Teil eines zwölfköpfigen Teams, das im Auftrag der Hilfsorganisation Interplast in den vergangenen zwei Wochen Menschen kostenlos behandelt und operiert hat. Dr. Dolderer war bereits mehrfach ehrenamtlich und in seiner Freizeit in Afrika tätig. "Für mich war es ein Highlight, zu sehen wie gut der vor zwei Jahren durchgeführte erste mikrochirurgische Gewebetransplantation in Tansania vom Rücken auf den Fuß nach großem Weichteildefekt nach Schlangenbiss eingeheilt ist." Der junge Patient der vor der OP so sehr gefährdet war sein Bein zu verlieren, ist überglücklich sein Bein behalten zu haben und konnte nun eine Ausbildung zum Mechaniker beginnen.

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