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Im alten Griechenland bezeichnete Pneuma (πνεῦμα) den Geist, den Hauch beziehungsweise die Luft. 

Die Pneumologie ist somit der Bereich der Inneren Medizin, der sich mit der Atmung und der Lunge beschäftigt.

War vor wenigen Jahrzehnten "lungenkrank" noch ein Synonym für Tuberkulose, so umfasst die Pneumologie heute doch ein sehr breites Spektrum von Erkrankungen der Lunge, Lungengefäße und Atemwege, angefangen vom allergischen Heuschnupfen über Lungenhochdruck, bis hin zu immunologischen Lungenerkrankungen oder bösartigen Erkrankungen der Lunge und des Rippenfells.

Mit umfassender technischer Ausstattung, modernsten Methoden, einem eingespielten Team aus Gesundheits- und Krankenpflegern, medizinischen Fachangestellten, Physiotherapeuten, Ärzten und den interdisziplinären Möglichkeiten, die nur ein Krankenhaus der Maximalversorgung bieten kann, versorgen wir Patienten mit allen Erkrankungen des Fachgebiets.

Dr. med. Claus Steppert

Dr. med. Claus Steppert
Chefarzt

MHBA

0921 400-4902
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 Michaela Kretz

Michaela Kretz
Sekretariat

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Pneumologie, Schlaf- und Beatmungsmedizin

Klinikum Bayreuth

Postanschrift

Klinik für Pneumologie, Thoraxonkologie, Schlaf- und Beatmungsmedizin
Klinikum Bayreuth
Preuschwitzer Str. 101
95445 Bayreuth

 Tanja Dick

Tanja Dick
Leitende Oberärztin

Fachärztin für Innere Medizin und Pneumologie

0921 400-4902

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Allergien wie Heuschnupfen und Asthma, berufliche Lungenerkrankungen wie Staublungen, oder die chronisch-obstruktive Bronchitis und das Lungenemphysem als Folge des Rauchens und der allgemein schlechten Luft werden immer häufiger. Das Lungenkarzinom ist inzwischen weltweit die häufigste tödliche Tumorart. Vor diesem Hintergrund wachsen auch die Anforderungen an das Fachgebiet der Pneumologie stetig.

Unser Leistungsspektrum deckt alle Erkrankungen des Fachbereichs Pneumologie ab, im Wesentlichen sind das:

  • Obstruktive Atemwegserkrankungen
  • Infektiöse Erkrankungen
  • Immunologische Erkrankungen der Lunge
  • Tumorerkrankungen der Lunge und des Rippenfells
  • Schlafmedizin
  • Beatmungsmedizin
  • Lungenhochdruck
  • Lungenfunktionsprüfung
  • Spiegelung der Atemwege - Bronchoskopie, auch bei Säuglingen und Kleinkindern
  • Spiegelung des Rippenfellraums - Thorakoskopie Bronchoskopische Rekanalisation bei Tumorstenosen
  • Bronchoskopische Lungenvolumenreduktion
  • Umfangreiche Belastungsuntersuchung - Spiroergometrie
  • Rechtsherzkatheteruntersuchung
  • Heimbeatmung
  • Medikamentöse Behandlung des Bronchialcarcinoms (Lungenkrebses)

Die obstruktiven Atemwegserkrankungen gehören zu den großen Volkskrankheiten. Dabei handelt es sich um Erkrankungen, bei denen es entweder bereits in Ruhe oder aber unter Belastung zu einer Einengung (Obstruktion) der Bronchien mit daraus resultierender Atemnot kommt.

Hierbei werden in erster Linie das Asthma und die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) unterschieden.

Asthma

Das Asthma beginnt meist im Kindes- und Jugendalter. Durch eine häufig allergische Entzündung der Bronchien kommt es bei Reizen aller Art - wie kalter Luft, Staub, Rauch oder Allergenen - zu einer Verkrampfung der Bronchien. Daneben bildet sich häufig noch eine Schleimhautschwellung und sehr zäher Schleim aus.

Als Akutmaßnahme bei einem Asthmaanfall kommen bronchialerweiternde Sprays oder Pulverinhalatoren infrage. Hierdurch wird der Krampf gelöst, die Ursache, die Entzündung, jedoch nicht behandelt.

Beim persistierendem Asthma, das durch Beschwerden häufiger als zweimal pro Woche tagsüber, häufiger als zweimal pro Monat nachts, eingeschränkter Belastbarkeit und Lungenfunktion oder häufigere Inhalation des bronchialerweiternden Notfallsprays gekennzeichnet ist, ist eine Basisbehandlung mit inhalierbarem Cortison unbedingt notwendig.

Hier braucht jedoch niemand vor den Kortisonnebenwirkungen Angst zu haben. Selbst bei Verschlucken wird das Kotison in der Leber sofort abgebaut und hat damit keine schädlichen Auswirkungen auf den Körper. Damit ist der Einsatz von Kortison-Asthmasprays auch bei Kindern unbedenklich.

Zur Vermeidung einer Pilzbesiedlung (Soor) im Mund/Rachenbereich sollte nach der Inhalation aber gegessen, getrunken oder die Zähne geputzt werden.

Üblicherweise ist hiermit das Asthma gut einstellbar. Bei schwer einstellbarem Asthma kann der Einsatz von Antikörpern oder bronchoskopische Eingriffe die Einstellung verbessern.

Chronisch obstruktive Atemwegserkrankung (COPD)

Die chronisch obstruktive Atemwegserkrankung ist Folge einer chronischen Bronchitis, die von der Weltgesundheitsorganisation als Husten über mehr als 90 Tage pro Jahr in mehr als zwei aufeinanderfolgenden Jahren definiert wird.

In etwa 80 Prozent der Fälle ist das Rauchen ursächlich für die Erkrankung, aber auch Belastung durch landwirtschaftliche Stäube oder Rauch bei Verbrennung von Biomasse können der Auslöser sein.

Im Gegensatz zum Asthma kommt es zu einem zunehmenden Elastizitätsverlust der Lunge, weshalb die Atembeschwerden anfangs vorwiegend bei Belastung auftreten. Die Behandlung besteht in der Anwendung von bronchialerweiternden Sprays, hier insbesondere langwirksamen Sprays als Dauertherapie. Hierdurch lassen sich jedoch nur die Symptome bessern, ein Heilungsprozess lässt sich nicht herbeiführen.

Raucher allerdings haben eine Chance auf dauerhafte Besserung der Beschwerden: Wenn Sie sich das Rauchen abgewöhnen! Hier helfen wir Ihnen gerne.

Mit der Zeit kommt es bei der COPD zu einer zunehmenden Zerstörung der Lunge mit Ausbildung eines Lungenemphysems. Hierbei werden die Lungenbläschen zunehmend aufgelöst und durch größere Blasen ersetzt, wodurch sich die zerstörten Lungenareale vergrößern und evtl. noch bessere Lungenareale an der regelrechten Funktion hindern. Hier kann eine bronchoskopische Lungenvolumenreduktion Hilfe bringen. Diese wird in unserer Klinik regelmäßig mit den neuesten Verfahren durchgeführt.

Eine weitere Auswirkung der zunehmenden Zerstörung der Lunge ist, dass die Lunge Sauerstoff immer schlechter aufnehmen kann. Hier kann eine Sauerstofflangzeittherapie sowohl die Beschwerden lindern als auch die Lebenserwartung verbessern. Wir stellen Sie gerne auf eine derartige Therapie ein und suchen mit Ihnen aus dem Repertoire von stationären oder mobilen Sauerstoffkonzentratoren, Sparventilen und Flüssigsauerstoff die für Sie beste Lösung aus.

Durch die Atmung sind Lunge und Atemwege ständig im Austausch mit der Umwelt. Hierdurch sind sie auch Mikroorganismen ausgesetzt und Nase und Rachenbereich auch mit normalerweise harmlosen Bakterien besiedelt.

Jeder kennt die Virusbronchitis im Rahmen grippaler Infekte. Hier ist meist keine Behandlung notwendig und sinnvoll. Bei Patienten mit Asthma kann jedoch eine Intensivierung der Asthmabehandlung notwendig sein.

Befallen diese Mirkoorganismen nun die Lunge, spricht man von einer Lungenentzündung, oder in der Fachsprache: Pneumonie.

Meist handelt es sich hierbei um einen Befall mit den oben genannten, Nase und Rachenraum besiedelnden, Keimen. Die Behandlung der Wahl ist eine antibiotische Therapie. In Deutschland ist die Resistenzsituation der Keime noch günstig. Im Mittelmeerraum gibt es nicht selten Resistenzen auch der besiedelnden Keime gegen übliche Antibiotika.

Ist die unkomplizierte Pneumonie gut auch ambulant zu behandeln, treten bei abwehrgeschwächten Patienten Komplikationen wie Rippenfellerguss (Pleuraerguss), Rippenfellvereiterung (Pleuraempyem), Herzbeteiligung (Perimyocarditis) oder sogar eine den ganzen Körper befallende Blutvergiftung (Sepsis) auf.

Pleuraergüsse werden von uns entlastet und verschwinden unter intravenöser antibiotischer Therapie in der Regel rasch.

Beim Pleuraempyem muss der Eiter aus der Brusthöhle entfernt werden. In frühen Stadien gelingt uns dies meist mittels einer Drainage (Schlauch) und Spülung der Brusthöhle. In fortgeschrittenen Stadien muss hier häufig eine Operation erfolgen. Hier helfen Ihnen unsere Thoraxchirurgen gerne.

Neben der COPD kann die chronische Bronchitis auch zu sackartigen Erweiterungen der Bronchien (Bronchiektasen) führen. Hier können die Keime besonders gut überleben, weshalb die Patienten unter ständigem Auswurf größerer Mengen eitrigen Sekret leiden.

Durch konsequente Inhalationstherapie, ggf. mit hustenerleichternden Geräten (Cough Assist) oder Jet- Inhalatoren können wir hier eine Linderung erzielen; bei einer Besiedlung mit Problemkeimen diese im Rahmen eines stationären Aufenthalts auch abtöten (eradizieren).

Die Tuberkulose war einst der Schrecken Europas und mit teilweise mehrjährigen Krankenhausaufenthalten verbunden. Durch Medikamente ist diese Erkrankung jedoch meist ausheilbar. Beträgt die Behandlungsdauer auch weiterhin 6 bis 9 Monate, ist doch der Krankenhausaufenthalt nur so lange erforderlich, wie der Patient ansteckend ist – üblicherweise maximal 8 Wochen.

Im Gegensatz zu den anderen Krankenhäusern Oberfrankens habe wir die Möglichkeit über unsere Abteilung für Labormedizin und Mikrobiologie innerhalb von 2 Stunden den Tuberkulosebeweis zu erbringen und auch hierbei die wichtigsten Resistenzen entdecken zu können.

Wenn auch schwieriger, gelingt es auch hier, mit dem Einsatz spezieller Medikamente, die Krankheit zu kontrollieren. In diesem Fall ist jedoch dann auch eine längere stationäre Verweildauer erforderlich.

Nach dem Darm ist die Lunge das zweitgrößte Immunorgan des Körpers. Sie ist dabei durch die Atmung mit der Außenwelt und durch die Durchblutung mit dem ganzen Körper verbunden.

Sind Allergien vom Soforttyp, wie allergisches Asthma und Heuschnupfen, auch ambulant gut behandelbar, führen verzögerte Allergien, wie Farmer- oder Vogelhalterlunge, zu Vernarbungen der Lunge. Hier ist eine frühzeitige Diagnose mittels Lungenspiegelung (Bronchoskopie) und Spülung (Bronchioloalveoläre Lavage = BAL) notwendig.

Leider gibt es aber auch Lungenbeteiligungen im Rahmen anderer immunologischer Erkrankungen (Rheuma, Sarkoidose) oder auch eigenständige immunologische Erkrankungen der Lunge (idiopathische Lungenfibrose).

Hier führen wir neben Blutuntersuchungen auch Bronchoskopien mit Entnahme großer Proben mittels Kältesonde (Kryobiopsie) durch. Ergeben auch diese großen Proben keine eindeutige Diagnose, helfen uns unsere Thoraxchirurgen mit der Entnahme von Lungengewebe mittels Operation weiter. Hier verwenden Sie meist zur maximalen Schonung die "Schlüssellochtechnik" (videoassistierte Thoraxchirurgie = VATS).

Nach Erhalt des feingeweblichen Befundes leiten wir dann eine entsprechende Therapie ein.

Ist die Lunge jedoch bereits stark vernarbt, ist eine Wiederherstellung häufig nicht möglich. Hier gelingt es uns jedoch, die Lebensqualität der Patienten mittels Langzeitsauerstofftherapie zu erhalten. Mittel der Wahl ist hier meist die Flüssigsauerstofftherapie.

Zusammen mit den Kollegen der Transplantationsambulanz im Klinikum Großhadern führen wir in besonders schweren Fällen auch die Vorbereitung zur Lungentransplantation durch.

Das Bronchialcarcinom, oder landläufig Lungenkrebs, ist der weltweit am häufigsten zum Tode führende bösartige Tumor bei Männern und Frauen. Gerade in fortgeschrittenen Stadien ist eine Heilung sehr selten.

Die Grundlage der Behandlung ist immer eine genaue feingewebliche Diagnose. Mittels modernster endoskopischer Diagnostik einschließlich einem „inneren“ Ultraschall (Endosonographie) oder elektromagnetisch gesteuerter computerunterstützter Navigation, so zu sagen das Navi im Bronchialsystem, gelingt es uns meistens, den Tumor oder auch Lymphknotenmetastasen mittels Lungenspiegelung (Bronchoskopie) zu erreichen und eine Probe zur feingeweblichen Diagnose zu gewinnen.

Durch die enge Zusammenarbeit mit den Pathologen im Hause erhalten wir meist bereits nach einem Arbeitstag die Diagnose. Um auch schwierige Fälle lösen zu können findet ein regelmäßiges Treffen von Pneumologen und Pathologen statt, bei dem beide Fachdisziplinen am Demonstrationsmikroskop ihre jeweilige Fachkenntnis zur Lösung des Problems einbringen.

Auch die weiteren Untersuchungen auf Vorliegen von Absiedlungen (Metastasen) sind durch die enge Kooperation mit den Kollegen der Radiologie und Nuklearmedizin meist innerhalb weniger Arbeitstage abgeschlossen. Hier hilft uns insbesondere das PET- CT, das in der Lage ist, auch kleinste (um 1cm) Metastasen zu finden.

Anschließend erfolgt nach Vorstellung der Patienten in der wöchentlich mehrfach stattfindenden interdisziplinären Tumorkonferenz die Festlegung der Behandlung. Zusammen mit den Abteilungen für Strahlentherapie und Thoraxchirurgie in unserem Haus sind wir in der Lage, die optimale Behandlung der Patienten aus „einer Hand“ anzubieten.

Bei metastasierten Stadien ist meist eine medikamentöse Behandlung (Chemotherapie) Therapie der Wahl. Hier sind wir in der Lage, den Patienten neben Standardtherapien auch modernste Ansätze im Rahmen von Studien anzubieten.

Gerade im Bereich der Behandlung von Tumoren aufgrund spezieller Erbgutveränderungen (Mutationen) ist die Wissenschaft in den vergangenen Jahren weitergekommen. Durch eine zielgerichtete Therapie lassen sich bei diesen Patienten Behandlungserfolge erzielen, die vor einigen Jahren noch undenkbar waren. Erfreulicherweise ist die unsere Pathologie in der Lage, die Proben auf diese Mutationen zu testen, so dass uns das Testergebnis meist innerhalb von weniger als einer Woche vorliegt.

Aber auch bei noch weiter fortgeschrittenen Tumoren ist eine Behandlung möglich. Metastasen im Gehirn lassen sich entweder durch die Kollegen der Neurochirurgie entfernen oder aber von der Strahlentherapie bestrahlen. Eine Einengung der oberen Hohlvene mit Anschwellen des Kopfes ist mittels Stentimplantation durch die Radiologen oder ebenfalls durch Bestrahlung zu lindern. Bei tumorbedingten Engstellen in der Luftröhre oder dem Bronchialsystem können wir durch LASER oder Kältesonde (Kryotherapie) Tumoranteile zerstören und durch Implantation von Stents eine Linderung der Atemnot bewirken.

Bei bösartigen Rippenfellergüssen ist mittels Spiegelung der Brusthöhle (Thorakoskopie) sowohl die artdiagnostische Klärung als auch eine Verklebung des Rippenfellraums (Pleurodese) möglich, damit die Patienten nicht immer wieder durch zunehmende Ergüsse unter Atemnot leiden. Als einige von wenigen Kliniken weltweit führen wir diese Eingriffe in einer Betäubung des Brustkorbs durch, weshalb die Patienten hier weitgehend schmerzfrei sind. Alternativ legen wir auch kleine Schläuche (Drainagen), über die die Patienten sich selbst zuhause den Erguss ablassen können, wenn sie Luftnot verspüren.

Sollten alle Stricke reißen, sorgen wir zusammen mit der hiesigen Palliativstation oder ambulanten palliativmedizinischen Dienst dafür, dass der letzte Weg menschenwürdig beschritten wird.

Störungen des Schlafs sind ein wichtiges volkswirtschaftliches Problem. So konnte der TÜV Süddeutschland nachweisen, dass 25% der Verkehrsunfälle mit Schwerverletzten oder Toten auf bayerischen Autobahnen durch Einschlafen am Steuer bedingt sind.

Eine häufige Ursache der exzessiven Tagesmüdigkeit ist die obstruktive Schlafapnoe. Bei dieser Erkrankunge kommt es durch "Schnarchaussetzer" zu Weckreaktionen mit anschließender Tagesschläfrigkeit. Mittels Überdruckbehandlung (CPAP) lassen sich in den allermeisten Fällen diese Atempausen beseitigen, die Patienten schlafen wieder gut und sind am nächsten Tag ausgeruht und leistungsfähig.

Aber auch motorische Störungen, wie das Restless Legs Syndrom (Syndrom der unruhigen Beine) die periodischen Bewegungen der Gliedmaße im Schlaf, können zu derartigen Schlafunterbrechnungen führen.

Seit 2011 können wir in unserem Schlaflabor die Ursachen der Tagesschläfrigkeit herausfinden und durch entsprechende Behandlungen wieder zu einem erholsamen Schlaf führen.

Als einziges Schlaflabor in Oberfranken versorgen wir zusammen mit der hiesigen Kinderklinik auch Kinder.

Bei schweren Erkrankungen ist häufig die Atmung in Mitleidenschaft gezogen. Diese Patienten müssen häufig auf der Intensivstation künstlich beatmet werden. Manchmal reicht hier auch die „einfache" künstliche Beatmung nicht aus und wir müssen differenzierte Beatmungsformen einschließlich eines teilweisen Lungenersatzes anwenden. Hierdurch gelingt es uns häufig, auch Patienten zu retten, bei denen dies vor einigen Jahren noch nicht möglich gewesen wäre.

Kehrseite der Medaille ist jedoch, dass es manchmal nicht gelingt, diese Patienten wieder zu einer normalen Spontanatmung zurückzubringen.

In diesen Fällen leiten wir eine häusliche Beatmung über eine Maske, oder aber einen Luftröhrenschnitt ein, mit der die Patienten wieder in die häusliche Umgebung oder eine pflegerische Versorgung entlassen werden können.

Hier handelt es sich um eine tückische, schwere Erkrankung, die sich zunächst mit unspezifischen Krankheitserscheinungen, wie Abgeschlagenheit, Müdigkeit, Luftnot bei kleinsten Belastungen, mehr oder weniger bemerkbar macht.

Tückisch auch deshalb, weil diese Patienten meist ein normales EKG, Lungenfunktion und Röntgenbild haben. Leider ist der Blutdruck in der Lungenschlagader nur mit einem Herzkatheter sicher messbar.

Nichtinvasiv, also, ohne in den Körper einzudringen, lässt sich der Diagnose bei schon fortgeschritteneren Befunden durch eine Ultraschalluntersuchung des Herzens oder aber durch eine umfangreiche Belastungsuntersuchung (Spiroergometrie) nähern. Bei dringendem Verdacht ist dann aber doch eine Rechtsherzkatheteruntersuchung unabdingbar.

Nachdem die Behandlung bei unterschiedlichen Ursachen erheblich differiert, führen wir nach der Diagnose des Lungenhochdrucks erst eine ausführliche Ursachenforschung unter Einbeziehung der kardiologischen, radiologischen und nuklearmedizinischen Kollegen im Hause durch und leiten dann die maßgeschneiderte Behandlung für die Patienten in die Wege.

Fortbildung

Zusammen mit dem Ärztlichen Kreisverband und der Bayerischen Landesärztekammer führen wir regelmäßig interne und externe Fortbildungsveranstaltungen durch.

Sollten Sie Interesse an einer Fortbildungsveranstaltung zu einem speziellen pneumologischen Thema haben, sprechen Sie uns bitte an. Wir werden versuchen, baldmöglichst Ihrem Wunsch zu entsprechen. 

Weiterbildung

Die internistischen Kliniken des Klinikums Bayreuth besitzen zusammen im Rotationsverfahren die vollständige Weiterbildungsbefugnis in den ersten 3 Jahren (common trunk) der internistischen Ausbildung.

Der Leiter der Klinik für Pneumologie, Thoraxonkologie, Schlaf- und Beatmungsmedizin besitzt die vollständige Weiterbildungsbefugnis (3 Jahre) für den Schwerpunkt Pneumologie.

Für Beamte und Privatversicherte bieten wir jede Woche Dienstag nachmittags und nach Vereinbarung eine ambulante Sprechstunde mit Beratung und Behandlung an.

Leider sind wir nicht ermächtigt, diese Leistung auch gesetzlich Versicherten anzubieten.

In Zusammenarbeit mit dem Haus- oder Facharzt werden wir aber auch für diese Patienten eine Möglichkeit finden, eine optimale Behandlung einzuleiten.

Sprechen Sie uns hierzu einfach an.

Anmeldungen bitte über das Sekretariat.

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