Klinik für Pneumologie – Lungen- und Atemwegserkrankungen in Bayreuth
Eine gesunde Lunge ist entscheidend für Lebensqualität und Leistungsfähigkeit. In der Klinik für Pneumologie am Klinikum Bayreuth behandeln wir alle Erkrankungen der Lunge, der Atemwege und des Rippenfells – von Asthma, COPD und Lungenentzündung bis zu Lungenfibrose, Lungenhochdruck oder Lungenkrebs.
Unser erfahrenes Team aus Ärztinnen und Ärzten, Pflegekräften, Atmungstherapeuten und medizinischen Fachangestellten begleitet Sie von der Diagnose bis zur individuellen Therapie. Dabei profitieren Sie von moderner Diagnostik, innovativen Therapieverfahren und enger interdisziplinärer Zusammenarbeit – alles aus einer Hand.
Ansprechpartner
Ober- und Fachärztinnen und -ärzte Pneumologie
Obstruktive Atemwegserkrankungen (Asthma & COPD)
Obstruktive Lungenerkrankungen sind weit verbreitet und führen zu Atemnot, Husten und eingeschränkter Belastbarkeit.
Asthma bronchiale

Asthma bronchiale beginnt meist im Kindes- oder Jugendalter. Akute Beschwerden lassen sich mit bronchienerweiternden Sprays behandeln, die Basisbehandlung ist jedoch eine entzündungshemmende Therapie mit Kortisoninhalationen. Bei schwerem Verlauf helfen moderne Antikörpertherapien oder bronchoskopische Verfahren.
Chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD)
COPD entsteht überwiegend durch Rauchen oder Schadstoffbelastung. Die Therapie umfasst langwirksame bronchial erweiternde inhalierbare Medikamente, in speziellen Fällen die Lungenvolumenreduktion und unbedingt einen Rauchstopp. Im fortgeschrittenen Stadium verbessert eine Sauerstoff-Langzeittherapie die Lebensqualität und Lebensdauer.
Bezüglich des Rauchstopps unterstützen wir Sie gerne. Melden Sie sich einfach über unser Sekretariat zu einem Raucherentwöhnungskurs an. Dieser wird bei ausreichenden Interessenten im Rahmen von Abendveranstaltungen angeboten.
Infektiöse Lungenerkrankungen

Die Lunge ist ständig Mikroorganismen ausgesetzt. Häufige Erkrankungen sind:
- Lungenentzündung (Pneumonie)
- Bronchiektasen mit chronischen Infektionen
- Tuberkulose
Leichte Infektionen lassen sich meist ambulant behandeln. Bei Risikopatienten können Pleuraergüsse, eine Rippenfellvereiterung (Empyem) oder Blutvergiftung (Sepsis) auftreten. In unserer Klinik behandeln wir diese stationär oder interventionell, z. B. mit Drainagen, Thorakoskopie oder Antibiotika. Dank unserer Labormedizin erhalten Sie schnell eine exakte Diagnose und eine gezielte Therapie.
Immunologische Lungenerkrankungen
Die Lunge ist ein zentrales Immunorgan. Erkrankungen können auftreten durch:
- Allergien (z. B. Schimmelpilze , Farmer- oder Vogelhalterlunge)
- Eigenständige Erkrankungen (idiopathische Lungenfibrose)
- Beteiligung bei Rheuma oder Sarkoidose
Diagnostik erfolgt über Bronchoskopie, bronchoalveoläre Lavage oder Kryobiopsien. Bei Bedarf entnehmen unsere Chirurgen Lungengewebe minimalinvasiv. Bei fortgeschrittenen Vernarbungen verbessern Langzeitsauerstofftherapie und palliative Maßnahmen die Lebensqualität. In schweren Fällen bereiten wir gemeinsam mit der Transplantationsambulanz München oder Jena Lungentransplantationen vor.
Tumorerkrankungen der Lunge
Im Jahr 2023 erkrankten etwa 24.900 Frauen und 33.500 Männer am Lungenkrebs, besser Bronchialkrebs oder Bronchialcarcinom, 18.349 Frauen und 26.614 Männer verstarben an dieser Erkrankung. Damit gehört der Lungenkrebs zu den häufigsten tödlich endenden Tumorerkrankungen.
War speziell das metastasierte Stadium von noch nicht einmal 10 Jahren das sichere Todesurteil, so lebt heute selbst in diesem Stadium jeder vierte Patient länger als 5 Jahre.
Grund hierfür sind neue Immun- und zielgerichtete Therapien, die für den Patienten maßgeschneidert sind.
In kaum einem anderen Gebiet der Onkologie ist die Entwicklung so dynamisch wie beim Bronchialcarcinom.
Auch bei frühen Stadien konnten durch Einsatz dieser Therapien zusammen mit Operation bzw. Strahlentherapie Erfolge erzielt werden, die noch vor wenigen Jahren unerreichbar schienen.
Um unsere Patienten optimal behandeln zu können wurde zusammen mit der anderen maximalversorgenden Klinik in Oberfranken, dem Klinikum Bamberg, das interdisziplinäre kooperative Lungenkrebszentrum Bamberg – Bayreuth gegründet.
In gemeinsamen Tumorkonferenzen wird hier für jeden Patienten die beste individuelle Therapiestrategie gesucht und angeboten.
Diagnostik
Bronchoskopie, Endosonographie, computerassistierte Navigation, PET-CT
Therapie
Chirurgie, Strahlentherapie, Chemotherapie, zielgerichtete Therapien, Stentimplantationen, LASER/Kryotherapie
Pleurodese/Thorakoskopie:
bei Rippenfellergüssen, oft schmerzarm
Palliativmedizin
Menschliche, würdige Betreuung am Lebensende. Alle Fälle werden in der interdisziplinären Tumorkonferenz besprochen, sodass jede Patientin und jeder Patient die optimale, individuell zugeschnittene Therapie erhält.
Raucherentwöhnung
Ursache des Lungenkrebses ist meist das Zigarettenrauchen. Größere Untersuchungen konnten jedoch auch zeigen, dass Patienten mit Lungenkrebs, die weiterrauchen, eine schlechtere Prognose als Exraucher haben. Dementsprechend ist auch in diesem Fall eine Raucherentwöhnung notwendig.
Schlafmedizin

Schlafstörungen sind weit verbreitet und können gesundheitliche Risiken wie Tagesmüdigkeit oder Konzentrationsprobleme verursachen. Häufige Ursachen sind die obstruktive Schlafapnoe oder motorische Schlafstörungen wie das Restless-Legs-Syndrom. Eine Überdrucktherapie (CPAP) beseitigt Atemaussetzer zuverlässig, sodass Betroffene wieder erholt schlafen und tagsüber leistungsfähig sind.
Lungenhochdruck
Lungenhochdruck ist eine ernst zu nehmende, oft schwer erkennbare Erkrankung. Erste Symptome sind Müdigkeit, Abgeschlagenheit oder Luftnot bei geringer Belastung.
Die Diagnose erfolgt sicher über einen Rechtsherzkatheter, vorab können Herzultraschall oder Spiroergometrie Hinweise liefern. Die Therapie hängt von der Ursache ab und wird nach einer umfassenden Ursachenabklärung gemeinsam mit Kardiologie, Radiologie und Nuklearmedizin individuell geplant.
Interdisziplinäre Zusammenarbeit
Unsere Pneumologie arbeitet eng mit:
- Chirurgie
- Onkologie & Strahlentherapie
- Kardiologie & Intensivmedizin
- Transplantationszentrum Großhadern
Ziel: diagnostische Sicherheit, optimale Therapien und patientenfreundliche Betreuung aus einer Hand.
FAQ – Häufig gestellte Fragen

Wann sollte ich einen Lungenarzt aufsuchen?
Bei längerem Husten, Atemnot, pfeifender Atmung oder wiederkehrenden Infekten.
Was passiert bei einer Bronchoskopie?
Die Atemwege werden mit einem flexiblen Schlauch untersucht. Die Untersuchung dauert wenige Minuten und erfolgt meist in leichter Sedierung.
Asthma oder COPD – worin liegt der Unterschied?
Asthma beginnt häufig im Kindesalter und ist gut behandelbar. COPD entsteht meist durch Rauchen und führt zu dauerhaften Atemwegsverengungen und einer geschädigten Lunge.
Wie wird Lungenkrebs behandelt?
Je nach Stadium durch Operatin, Strahlentherapie, Chemotherapie oder zielgerichtete Therapie – oft kombiniert im interdisziplinären Team.
Wann brauche ich Sauerstoff zu Hause?
Wenn die Lunge dauerhaft nicht genug Sauerstoff aufnimmt, z. B. bei COPD oder Lungenfibrose, kann eine Langzeitsauerstofftherapie die Lebensqualität verbessern.
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